Köln vor Torwartwechsel in Wolfsburg

Horn stärkt Müller: "Letztlich ist es Kopfsache"

Timo Horn

Wird "rund um die Uhr behandelt": Köln-Keeper Timo Horn. picture alliance

Die Erfahrungen mit Muskelverletzungen sind nicht wirklich groß beim 1. FC Köln. In den Jahren, seit Peter Stöger dort Trainer ist, sind sie sogar verschwindend gering. Sehr selten fehlten FC-Profis mit Muskelblessuren. Auch dies ist ein Grund, warum man sehr vorsichtig mit der Personalie Timo Horn umgeht: "Ich habe keine Schmerzen. Eigentlich geht es mir gut", berichtete der Torhüter, der sich in der vergangenen Woche eine Verletzung an den Adduktoren zuzog, am Dienstag. Und fügte an: "Wir wollen kein Risiko eingehen. Es ist besser, ein Spiel auszusetzen, als nachher länger zu fehlen."

Im Klartext: Stand jetzt wird Horn in Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) fehlen. Am Donnerstag wird der Keeper ("Ich werde rund um die Uhr behandelt!") noch einmal intensiv untersucht, doch die Zeichen stehen auf Pause: "Es ist bitter, weil ich keine Schmerzen habe. Aber wer diese Verletzungen kennt, der sagt auch, dass man sich lieber ein paar Tage mehr Zeit nehmen soll um dann topfit ins Training zu gehen."

Spielersteckbrief T. Horn

Horn Timo

Spielersteckbrief S. Müller

Müller Sven

Fahrrad fahren, Dehnen, Stabilisationsübungen - so sieht aktuell der Trainingsplan des Olympia-Silbermedaillengewinners aus, während sich sein Stellvertreter Sven Müller (20, kein Bundesligaspiel) intensiv auf die Partie in Wolfsburg vorbereitet. Horn ist davon überzeugt, dass Müller - seit zwölf Jahren beim FC - das nötige Rüstzeug mitbringt, sein Handwerk gelernt hat: "Ich traue ihm das absolut zu. Letztlich ist es Kopfsache." Horn wird auf jeden Fall mit nach Wolfsburg reisen, "wahrscheinlich schon am Freitag, zur Unterstützung. Das ist für mich selbstverständlich."

"Er hat die Robustheit drin, er muss nur die Ruhe bewahren"

Aus eigener Erfahrung weiß er, "dass man ein Stück weit nervöser ist, wenn man das erste Spiel bei den Profis absolviert und plötzlich anstatt vor 300 Zuschauern vor 30.000 spielt. Das ist ebenso etwas anderes wie die Qualität der Spieler. Aber er hat die Robustheit drin, er muss nur die Ruhe bewahren und das wird er. Ich bin sicher, er wird ein sehr guter Vertreter sein." Horn, der sich in Köln in der Mediapark-Klinik von Teamarzt Dr. Peter Schäferhoff behandeln lässt, will gegen Freiburg (16. September, 20.30 Uhr) wieder im Kader stehen: "Das ist das Ziel."

Frank Lußem