Inter, ManCity, Milan, Liverpool, Milan, Liverpool und Nizza

Balotelli: "Ich bin kein Risiko"

Mario Balotelli

Auf ein Neues - in Nizza: Mario Balotelli. imago

Das Talent von Mario Balotelli war schon immer groß - und ist es auch aktuell mit Sicherheit noch. Doch das reicht allein nicht aus, um auf der großen Fußballbühne Glanz zu versprühen. Vor allem nicht im Alter von 26 Jahren, wo ein Stürmer mit seinen Fähigkeiten eigentlich Tore am Fließband liefern sollte.

Was Balotelli aber zwischen auch guten Einrücken ( EM 2012 gegen Deutschland , 16 Saisontore für Milan 2014/15) ablieferte, waren etliche Eskapaden und negative Eindrücke. Eine Auswahl: Er warf Dartpfeile auf Jugendspieler, er wurde nach einem Unfall mit jeder Menge Bargeld im Auto von einem Polizisten angehalten (Balotellis Antwort auf die Frage, warum er so viel Geld bei sich habe: "Weil ich reich bin"), er sorgte mit einer Rasen-Allergie für Aufsehen, er floh nach einer Spielerei mit Feuerwerkskörpern aus seinem brennenden Haus. Das alles hatte zur Folge, dass Balotelli bei seiner Leihe und Rückkehr zu Milan 2015 einige besondere Absätze im Vertrag verankert bekam - wie zum Beispiel das Verbot von Nachtclub-Besuchen . Die Reihe lässt sich noch schier beliebig fortführen.

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Sein sportlicher Werdegang kann dagegen schnell zusammengefasst werden - wenngleich sich trotzdem auch Höhepunkte darin finden: Von 2006 bis 2010 spielte der Stürmer bei Inter Mailand, anschließend bis 2013 bei Manchester City. Es folgten die Stationen Milan (bis 2014), Liverpool (bis 2015) und wieder Milan (Leihe, bis 2016). Für die Reds schoss Balotelli im Übrigen in 16 Einsätzen nur ein Tor, bei den Citizens im Vergleich waren es einst noch 20 in 54 Spielen - bei Milan 16 Saisontore 2014/15. Und nun? Nun heuert der Italiener, der Champions-League Sieger von 2010, der dreimalige italienische und einmalige englische Meister (2012 mit City) bei OGC Nizza an. Dort wird er Bekanntschaft mit Dante und Trainer Lucien Favre machen.

Balotelli: "Ich denke, dass dieses Jahr sehr gut sein wird"

Und siehe da - Balotelli verspricht Besserung. "Ich will diese Frage doch lieber überhören", antwortete der Italiener am Freitag einem Journalisten, der wissen wollte, ob die OGC-Fans sich Sorgen machen müssten, weil die Stadt viele Nachtclubs habe und Balotelli eben als Nachtschwärmer verschrien sei.

Mario Balotelli

Möchte wieder sportlich überzeugen: Mario Balotelli. imago

Balotelli, der am 11. September im Derby gegen Olympique Marseille debütieren möchte, widersprach zudem der Aussage von Präsident Jean-Pierre Rivere, die Verpflichtung des 26-Jährigen sei ein Risiko für den Verein. "Ich bin kein Risiko", sagte er. "Ich denke, dass dieses Jahr sehr gut sein wird."

Der ehemalige italienische Nationalspieler ("Ich komme seit zwei Jahren ohne die Nationalelf zurecht und kann es weiter tun") müsse aber "viel arbeiten, weil es seit vier Jahren sehr schwer für ihn ist", erklärte derweil Favre. Nichtsdestotrotz habe Balotelli aber "enorme Fähigkeiten".

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Mario Balotelli: Das italienische "Enfant Terrible"