Serie A, 2. Spieltag: Juve startet mit zwei Siegen

Khedira in glänzender Form - Napolis wilde Fahrt

José Callejon

Bescherte Napoli den ersten Dreier der aktuellen Spielzeit: José Callejon. imago

Napoli und Milan schenken sich wenig

Schon am 1. Spieltag hatten sowohl Neapel als auch der AC Mailand eine dramatische Partie hinter sich: Die Neapolitaner drehten nach einem 0:2 bei Pescara noch auf 2:2, die Rossoneri verspielten beinahe noch den Sieg nach einem Dreierpack von Stürmer Bacca (3:2) gegen Torino.

Spielersteckbrief Khedira

Khedira Sami

Spielersteckbrief José Callejon

Callejon Bueno José Maria

Spielersteckbrief Suso

Fernandez Saenz de la Torre Jesus Joaquin

Spielersteckbrief Niang

Niang M'Baye

Spielersteckbrief Milik

Milik Arkadiusz

Serie A - 2. Spieltag
Serie A - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
CFC Genua 1893
6
2
Sampdoria Genua
6
Juventus Turin
6
Serie A - Torjäger 2016/17
Belotti Andrea
4
Bacca Carlos
3
Kessié Franck
3

Dieses Mal kreuzten die beiden Klubs die Klingen im San Paolo - und wieder ging es hoch her. Doch der Reihe nach: Zunächst erfreuten sich alle Anhänger, die ohnehin ob des Abgangs von Higuain Richtung Juve noch immer Wut empfinden, über Nachfolger Milik: Der ehemalige Bundesliga-Stürmer (Augsburg, Leverkusen) stolperte den Ball zunächst aus kurzer Distanz mit etwas Glück zum 1:0 in die Maschen (18.), ehe er per tollem Kopfball ins rechte Eck auf 2:0 stellte (33.). Eine besondere Ehre wurde Milik zudem zuteil: Er ist der erste Pole, der für die Süditaliener in der Serie A ein Tor geschossen hat.

Die Mailänder gaben sich in dieser Partie aber noch lange nicht auf - und kamen tatsächlich binnen kürzester Zeit zurück: Niang nach einem tollen Solo (51.) und Suso via Traumtor in den linken Winkel (55.) stellten auf 2:2. José Callejon bescherte seinen Farben aber das bessere Ende an diesem Tag - und schoss die Hausherren nach einer Rettungstat von Donnarumma gegen Mertens per Abstauber zum ersten Dreier der Saison (74.). Das Ende des Spiel erlebten im Übrigen nicht mehr alle Milan-Profis - und damit auch nicht das finale 2:4 durch Romagnolis Eigentor (90.+5): Kucka und Niang flogen nämlich vom Platz.

Die Alte Dame tut sich anfangs schwer

Sami Khedira

Hat's im Juve-Dress einfach drauf: Weltmeister Sami Khedira. imago

Bei Juve, die sich am 1. Spieltag verdient mit 2:1 gegen Florenz durchgesetzt hatte, stand am 2. Spieltag gleich das nächste Topspiel zum Saisonstart auf dem Programm. Es ging am Samstag ins Stadio Olimpico zu Lazio Rom. Keine leichte Aufgabe, zumal die Hausherren von Beginn an willig waren und dem Serienmeister einiges abverlangten. Im ersten Abschnitt erarbeiteten sich Felipe Anderson, Ciro Immobile & Co. sogar ein optisches Übergewicht. Das Problem: Die beinharte Turiner Defensive bot kaum Räume und unterband mögliche Abschlüsse der Römer, bei denen Moritz Leitner 90 Minuten auf der Bank saß, frühzeitig.

Selbst genügten den Gästen derweil einige wenige Vorstöße für nennenswerte Gelegenheiten: Dybala probierte es nach einer Flanke von Alex Sandro per Kopf, Marchetti kratzte die Kugel aus dem Eck (9.). Der Schlussmann der Biancocelesti war auch bei Asamoahs tückischem Schuss, der sich extrem spät senkte, zur Stelle (34.). Nach Wiederanpfiff erhöhte das Team von Massimiliano Allegri dann die Schlagzahl, Mandzukic und Dybala verbuchten eine Doppelchance (57.).

Khedira ist und bleibt der gefeierte Mann

Zum Torjäger entwickelte sich bei Juventus aber erneut ein anderer: Wie schon beim Saisonauftakt schoss Weltmeister Khedira seine Farben in Front - und das im Stile eines Knipsers: Dybala chippte den Ball aus dem Halbfeld rechts in den Strafraum, wo Khedira die Kugel kurz annahm und sie aus spitzem Winkel im langen Eck unterbrachte (66.). Lazio bemühte sich zwar noch um den Ausgleich, kam aber zu keinem echten Hochkaräter mehr, sodass Juventus auch das zweite Spitzenspiel dieser Spielzeit knapp für sich entschied und mit sechs Punkten nach zwei Spieltagen perfekt in die Saison gestartet ist.

Der Dank galt derweil einem Mann: Khedira. Der deutsche Nationalspieler war vorherige Saison von Real Madrid gekommen und nach etliche Verletzungen schnell zum Liebling aller aufgestiegen. Mit Recht, was alleine seine unglaubliche Bilanz zeigt: Das 1:0 gegen Lazio war Khediras 27. Pflichtspiel mit Juve - lediglich im CL-Achtelfinale 2016 gegen Bayern München verlor der Weltmeister (2:4 n.V.). Heißt: Mit Khedira ist und bleibt Juventus Turin quasi unbezwingbar. Das große Lob von Trainer Max Allegri folgte prompt: "Sami Khedira ist ein wirklicher Top-Spieler, der auch heute wieder Großes vollbracht hat." Und vielleicht ja auch während der Länderspielpause, wenn der Mittelfeldmann unter Bundestrainer Joachim Löw gegen Mittwoch (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) gegen Finnland oder am Sonntag (20.45 Uhr) in Norwegen unterwegs ist.

mam/mag

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