Vor der Partie Augsburgs gegen Wolfsburg

Trainer des Jahres 2016: Dirk Schuster geehrt

Rainer Franzke und Dirk Schuster

Rainer Franzke, Mitglied der kicker-Chefredaktion und der Trainer des Jahres, Dirk Schuster. Getty Images

Mit der Wahl zum Trainer des Jahres 2016 wurde die herausragende Arbeit, die Dirk Schuster bei seinem Ex-Klub SV Darmstadt 98 geleistet hat, gewürdigt. Schuster schaffte mit den Lilien den Durchmarsch von der 3. Liga in die Bundesliga, mit dem letztendlich souverän geschafften Klassenerhalt in der vergangenen Saison lieferte er seine Meisterprüfung ab.

Denn eigentlich wurde der Sensationsaufsteiger Darmstadt 98 als erster Absteiger vor der Spielzeit 2015/16 gehandelt. Zu groß schien der Rückstand in finanzieller und organisatorischer Hinsicht gegenüber den Konkurrenten zu sein. Lediglich 15 Millionen Euro Etat standen zur Verfügung, das Böllenfallstadion genießt Kultstatus, ist aber hoffnungslos veraltet. Nur zwölf Spieler fanden sich zum Trainingsauftakt ein, dem Kader wurden null Chancen auf den Nichtabstieg eingeräumt.

Doch Schuster, der vor Jahresfrist auch noch die Position des SVD-Sportdirektors bekleidete, machte aus den gegebenen Umständen das Beste und am Ende das Unmögliche möglich. Mit einer körperbetonten Spielweise und einem schier unerschütterlichen Teamspirit widerlegten die Lilien alle Kritiker und fuhren mit dem Klassenerhalt den letztendlich verdienten Lohn ein.

Bereits bei seiner Wahl blieb Schuster seinen Prinzipien treu und stellte sein Ego hintenan: "Ich nehme diese Auszeichnung nicht nur für mich in Anspruch, sondern stellvertretend für den gesamten Verein", sagte der 48-Jährige. "Jeder hat seine Arbeit so erledigt, dass dieses Wunder von Darmstadt möglich war", führt er weiter aus.

jer

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