Bundesliga

Neue Sorgen um Pechvogel Uchida

Neuer Sportdirektor Schuster spricht von "kleinem Rückschlag"

Neue Sorgen um Pechvogel Uchida

Atsuto Uchida

Schalker Sorgenkind: Wann Atsuto Uchida auf den Platz zurückkehrt, ist inzwischen wieder völlig ungewiss. imago

Dass Schuster neben Heidel und Weinzierl auf dem Podium saß, sorgte bei den anwesenden Journalisten für leichte Irritationen und wurde zunächst als Indiz dafür gewertet, dass Schalke den Zugang eines neuen Spielers verkünden wolle. Den Zahn zog Heidel den Medienvertretern aber schnell. Dass sein Vertrauter anwesend sei, habe damit zu tun, dass Schuster "insbesondere diese ganzen organisatorischen Fragen am besten beantworten kann, weil er mit der Planung beschäftigt ist. Und auch wenn es um Verletzungen geht, weil er nah an der Mannschaft ist", erklärte Heidel.

Kurze Zeit später schlug dann Schusters "große Stunde". Auf die Frage, ob dem langzeitverletzten Atsuto Uchida die Sportinvalidität drohe, antwortete der Sportdirektor: "So weit sind wir nicht, dass wir das befürchten müssten. Aber leider hat sich trotzdem ein kleiner Rückschlag ergeben."

Spielersteckbrief Uchida
Uchida

Uchida Atsuto

Behandlung in Tokio

Uchida, der nach monatelanger Reha in Asien erst vor rund vier Wochen wieder nach Schalke zurückgekehrt war, wird Gelsenkirchen schon wieder Richtung Japan verlassen. "Er war mit viel Hoffnung und Euphorie hergekommen. Er hat in der Zeit, in der wir im Trainingslager in Österreich waren, Teile des Mannschaftstrainings der U 23 mitgemacht. Wir müssen aber jetzt leider in dieser Woche resümieren, dass er noch nicht so weit ist, es sogar zu einem Rückschlag geführt hat", berichtete Schuster. Deshalb habe man sich am Mittwoch mit Uchida darauf verständigt, dass der 28-Jährige am Freitag zu seinem Vertrauensarzt in Tokio reisen soll. "Dort wird er für einen begrenzten Zeitraum, wir denken jetzt momentan an 14 Tage, spezielle Maßnahmen, Spritzenkuren und Ähnliches, durchführen lassen", erklärte Schuster.

Ob die anhaltenden Knie-Probleme des Japaners damit in den Griff zu bekommen sind, bleibt abzuwarten. Im März 2015 hatte Uchida sein vorerst letztes Spiel für Schalke bestritten (3:1 gegen Hoffenheim), in der Sommerpause des Vorjahres hatte er sich dann entgegen dem Rat seines Arbeitgebers, der eine konservative Behandlung seiner Patellasehnen-Probleme vorschlug, für eine Operation in Japan entschieden. Seitdem fällt der Abwehrspieler, der auf Schalke einen Vertrag bis 2018 besitzt, aus. Zwischenzeitlich war er mal wieder auf Schalke und unternahm einen Comeback-Versuch, doch es trat keine hundertprozentige Genesung ein. Nun also der nächste Anlauf.

Jan Reinold