Bundesliga

Gomez ist "happy" über Plan B

Wolfsburg stellt Nationalspieler vor - Allofs "überglücklich"

Gomez ist "happy" über Plan B

Mario Gomez

Wurde am Donnerstag in Wolfsburg vorgestellt: Mario Gomez, zwischen Dieter Hecking und Klaus Allofs (re.). imago

Am Mittwoch schickte Mario Gomez eine Nachricht an Julian Draxler. Er spiele künftig für den VfL Wolfsburg, eröffnete der Angreifer seinem Kollegen aus der Nationalmannschaft. Schließlich, so Gomez, müsse einer dafür Rechnung tragen, dass der zuletzt abwanderungswillige Mittelfeldmann "bei Laune gehalten wird".

Und nun standen sie also da. Gomez in der Mitte des Podiums, Trainer Dieter Hecking zu seiner Rechten, Manager Klaus Allofs zu seiner Linken. Und vor ihnen jede Menge Fotografen und Journalisten. Daneben lachte VfL-Sprecherin Barbara Ertel-Leicht kurz - und reichte Gomez das Wolfsburger Trikot mit den Worten: "Wir haben noch ein schöneres Motiv."

Gomez - bemerkenswert offen und bodenständig

Als Gomez wenig später das Wort ergriff, begann er mit einem Geständnis: "Wir müssen uns nichts vormachen", sagte der Angreifer, "eigentlich hatte ich vor, zu einem Verein zu wechseln, der in der Champions League spielt." Gomez hinterließ Eindruck - mit seiner bemerkenswert offenen und bodenständigen Art. Er verriet gar, dass er sich mit dem VfL "in einem Jahr zusammensetzen" werde, sollten sich die Niedersachsen nicht für den internationalen Wettbewerb qualifizieren.

In Wolfsburg sind sie aber überzeugt, dass ihnen dies gelingen wird. "Wir werden angreifen", hatte Hecking noch einmal betont. Und Allofs ergänzte: "Wir sind überzeugt, den Stürmer schlechthin, den es in Deutschland gibt und der passend für den VfL Wolfsburg ist, gefunden zu haben." Und: "Wir sind überglücklich."

Es war für mich kein Thema, weil in meinem Kopf die Champions League das Thema war.

Mario Gomez zu den Gründen, warum der Wechsel zum VfL im Winter platzte

Bereits im Winter hatte Allofs die Fühler nach Gomez ausgestreckt, holte sich aber einen Korb. "Es war für mich kein Thema", gab Gomez zu, "weil in meinem Kopf die Champions League das Thema war." Nun aber sei er "happy", dass Plan B - der Wechsel zum VfL - aufgegangen sei. Denn auf Sicht habe Wolfsburg allemal das Potenzial, wieder in der Königsklasse zu spielen. Daher entschied sich der frühere VfB- und Bayern-Stürmer für eine Unterschrift bis 2019.

Debüt wohl erst nach der Länderspielpause

Gomez wird den Bundesligaauftakt nach seiner bei der EM erlittenen Oberschenkelverletzung wohl verpassen. Zwar wird er bereits an diesem Donnerstag auf dem Rasen stehen, ins Mannschaftstraining wird er aber erst kommende Woche einsteigen. "Wir werden mit Augenmaß an die Sache rangehen", stellte Hecking klar - und Gomez das Heimspiel gegen Köln nach der Länderspielpause als mögliches Debüt in Aussicht.

lei