2. Bundesliga

Fürth: Frustbewältigung im DFB-Pokal?

14:7 Chancen, aber nur zwei Tore und drei Punkte

Fürth: Frustbewältigung im DFB-Pokal?

Sebastian Freis & Philipp Tschauner

Kein Tor: Fürths Sebastian Freis übersieht den besser postierten Mitspieler und hebt den Ball am Ziel vorbei. picture alliance

Fahrlässige Chancenverwertung

Satte 10:2 Chancen erarbeitete sich die Spielvereinigung beim 1:0-Auftaktsieg gegen den TSV 1860 München, siegte am Ende immerhin mit 1:0. 4:5 Möglichkeiten sprangen aus Fürther Sicht beim Aufstiegsfavorit in Hannover heraus. Vor allem in der zweiten Halbzeit spielten die Weiß-Grünen den Gegner phasenweise an die Wand, doch Veton Berisha, Sebastian Freis, Robert Zulj und Co. vergaßen einmal mehr das Toreschießen und ließen Hochkaräter ungenutzt. Am Ende stand das Kleeblatt durch eine unnötige 1:3-Niederlage mit komplett leeren Händen da. "Wir müssen uns schon mal belohnen, aber so werden wir eben bestraft", resümierte Linksverteidiger Niko Gießelmann.

SpVgg Greuther Fürth - Vereinsdaten

Gründungsdatum

23.09.1903

Vereinsfarben

Weiß-Grün

Trainersteckbrief Ruthenbeck
Ruthenbeck

Ruthenbeck Stefan

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Die fahrlässige Chancenverwertung hatte die Franken schon in der Vorsaison zahlreiche Punkte gekostet. Bei Trainer Stefan Ruthenbeck schrillen deshalb bereits nach zwei Spieltagen die Alarmglocken: "Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir das nicht einfach so hinnehmen. Wenn einer nicht auf Wiedergutmachung aus ist, dann kann ich das nicht verstehen. Egal, wer jetzt kommt, die Mannschaft muss die Wut rauslassen. Ich will eine Reaktion sehen!"

Dursun für Vukusic?

Spielbericht

Zur Frustbewältigung geht es an diesem Wochenende im DFB-Pokal zum Viertligisten Eintracht Norderstedt. Der Underdog belegt nach zwei Siegen und zwei Niederlagen Rang sieben in der Regionalliga Nord. Gut möglich, dass Ruthenbeck die ein oder andere Offensivkraft austauscht. In vorderster Front wusste Ante Vukusic nur bedingt zu überzeugen (kicker-Notenschnitt 4,5). Stattdessen könnte Serdar Dursun (3,0) auflaufen. "Er hat die Bälle gut festgemacht", urteilte Ruthenbeck, der bereits in Hannover zur Halbzeitpause den Stoßstürmer tauschte.

Torwartwechsel im Pokal

Ein weiterer Wechsel deutet sich zwischen den Pfosten an. Balazs Megyeri setzte sich vor dem Saisonstart denkbar knapp gegen Sascha Burchert durch und macht im Pokal nun für seinen Vertreter Platz. "Sascha braucht Spielpraxis", erklärt Ruthenbeck. Die Torwarthierarchie sei ohnehin nicht in Stein gemeiselt. "Balazs war im ersten Spiel top, im zweiten so lala. Wir bewerten nicht nur die Feldspieler, sondern schauen auch bei den Torhütern genau hin", so der 44-jährige Trainer. Burchert kann in Norderstedt also Eigenwerbung betreiben - das gilt im besonderen Maße aber für die Fürther Offensive.

cru/mf