Weiler macht mit Anderlecht einen großen Schritt

Rapid souverän, Austria siegt, Pleite für Bröndby

Hinspiel gewonnen: Austrias Christoph Martschinko (r.) gegen Rosenborgs Anders Konradsen (Mitte).

Hinspiel gewonnen: Austrias Christoph Martschinko (r.) gegen Rosenborgs Anders Konradsen (Mitte). picture alliance

Austria siegt - und ärgert sich

Mit einem Sieg erfolgreich gestartet sind Fink und Austria Wien. Die Österreicher standen am späten Donnerstagnachmittag im Hinspiel der Play-offs zur Europa League Rosenborg Trondheim gegenüber. Austria siegte mit 2:1, muss sich aber über den späten Gegentreffer in der Nachspielzeit ärgern, der den Norwegern die Chance bietet, mit einem 1:0 im Rückspiel in die Europa League Gruppenphase einzuziehen.

In einer torlosen ersten Hälfte hatte die Austria mehrere Gelegenheiten, aber auch Glück, dass vor dem Pausenpfiff Keeper Almer gegen Helland zur Stelle war. Nach einem Doppelschlag in der 52. und 53. Minute durch Pires und Grünwald und weiteren Gelegenheiten für die Wiener sah alles nach einem perfekten Heimspiel aus, doch kurz vor Spielschluss wurde das Team geschockt: Rosenborg-Verteidiger Reginiussen bezwang Almer per Kopf zum Endstand und erzielte den für die Norweger wichtigen Auswärtstreffer.

Rapid kann für die Gruppenphase planen

Rapid Wien musste in der Slowakei bei AS Trencin antreten - und meisterte die Aufgabe bravourös. Nach einem Pfostenschuss von Joelinton (8.) und Gelegenheiten durch Pavelic (21., 22.) ging das Team von Trainer Mike Büskens in der 32. Minute durch Schaub in Führung: Der Mittelfeldspieler köpfte nach einer Flanke ein. Im zweiten Durchgang ließ Schaub dann erneut per Kopf seinen zweiten Treffer folgen (54.) und schnürte später - Schwab hatte in der 73. Minute auf 3:0 erhöht - gar noch einen Dreierpack. Diesmal mit dem Fuß ins kurze Eck (83.) zum 4:0. Nach dem souveränen Auswärtssieg der Österreicher besteht vor dem Rückspiel eigentlich kaum mehr ein Zweifel am Einzug in die Gruppenphase.

Zornigers Bröndby unterliegt Panathinaikos klar

In einer turbulenten Hinspiel-Partie konnte sich der griechische Vertreter Panathinaikos Athen letztlich klar mit 3:0 gegen Bröndby, das Hertha BSC aus der Qualifikation geworfen hatte, durchsetzen und befindet sich damit in einer glänzenden Ausgangssituation für das Rückspiel. In Minute 33 fiel die erste richtungsweisende Entscheidung: Crone, bereits verwarnt, foulte Mesto und wurde des Feldes verwiesen. Trotzdem gingen die Hausherren erst mit dem Pausenpfiff in Führung - der ehemalige Hamburger Marcus Berg überlupfte Keeper Rönnow aus 17 Metern zum 1:0 (45.+2).

Kurz nach der Pause kam es dann zum endgültigen K. o. für die Dänen: Torhüter Rönnow foulte Ibarbo - der ungarische Schiedsrichter Istvan Vad zeigte auf den Punkt und zückte die Rote Karte (50.). Den fälligen Strafstoß verwandelte Ledesma gegen den für Hertha-Schreck Pukki einwechselten Ersatztorhüter Toppel sicher (54.). Mit nur noch neun Spielern auf dem Feld hatte das Zorniger-Team keinen Auftrag mehr. Panathinaikos hingegen spielte munter nach vorne, wirkte im Abschluss allerdings zu unpräzise. Den Schlusspunkt setzte erneut Berg, schnürte mit seinem Treffer zum 3:0 den Doppelpack (82.) und hat nun gute Chancen, mit seiner Mannschaft die Europa League zu erreichen.

Deutliche Siege für Anderlecht und Fenerbahce

Der ehemalige Nürnberg-Coach Weiler hat beste Chancen, mit dem RSC Anderlech in die Europa League einzuziehen. Bei Slavia Prag siegten die Belgier nach Toren von Sylla (49.), Teodorczyk (60.) und Sofiane Hanni (71.) mit 3:0. Auch Trainer Dick Advocaat und Fenerbahce Istanbul sind so gut wie weiter. Beim Debüt des Niederländers auf der Bank der Türken siegte Fenerbahce gegen Grasshoppers Zürich mit 3:0. Chahechouhe hatte die Türken bereits nach vier Minuten in Führung gebracht, ehe Stoch mit einem Doppelpack (72., 90.+2) alles klar machte.

kid/kög