Lustenauer erlitt Schienbeinbruch in Linz

Ex-Club-Profi Wießmeier droht Karriereende

Julian Wießmeier

Steht vor einer langen Zwangspause: Julian Wießmeier von Austria Lustenau. imago

Julian Wießmeier hat sich in Österreichs zweithöchster Spielklasse nach seinem Wechsel nach Lustenau im vergangenen Sommer zu einem der herausragenden Akteure entwickelt. Der 23-Jährige, der für den FCN insgesamt neun Bundesliga-Spiele (ein Tor) absolvierte und anschließend in Deutschland auch für Jahn Regensburg und Wehen Wiesbaden spielte, war mit 15 Treffern und zahlreichen Vorlagen am Ende auch der beste Spieler der Saison in seiner neuen Spielklasse.

Mit Lustenau wollte der ehemalige U-Nationalspieler auch in dieser Spielzeit wieder eine gute Rolle spielen. Der weitere Saisonverlauf findet nun aber ohne den Franken statt. Das 1:1 am Montag beim zuvor noch punktlosen Schlusslicht Linz wurde nämlich von einem überharten Einsteigen seines Gegenspielers Ante Anic überschattet, bei dem Wießmeier Mitte der ersten Hälfte einen Schien- und Wadenbeinbruch erlitt. Nach minutenlanger Unterbrechung wurde der "Zehner" der Vorarlberger vom Platz und in ein Krankenhaus gebracht.

Chabbi: "Einen sehr guten Fußballer verloren"

Austria-Trainer Lassaad Chabbi fand nach dem Spiel deutliche Worte, insbesondere in Richtung Schiedsrichter Julian Weinberger: "Ich bin sehr, sehr traurig - die Bänder von Julian sind ab, er erlitt einen Schien- und Wadenbeinbruch. Der Schiri steht daneben und gibt nichts. Ich erwarte vom Schiedsrichter, dass er hier sofort durchgreift." Der Unparteiische sei schließlich "für die Sicherheit der Spieler verantwortlich". Wießmeier soll am Dienstag in München operiert werden. "Wir wissen nicht, ob er seine Karriere fortsetzen kann. Ich bin sehr traurig, dass wir einen sehr guten Fußballer für viele Monate verloren haben."

Der Foulende zeigte nach der Partie Reue. "Ich wollte das nicht und will mich bei ihm entschuldigen", sagte Anic. "Ich wollte den Ball spielen. Ich bin selbst böse auf mich."

aho