Frankfurt: Großes Fragezeichen um den Brasilianer

Anderson droht das Karriereende

Bamba Anderson

Er fehlt der Eintracht seit seiner Operation im Mai 2015: Bamba Anderson. imago

"Ich hoffe auch vieles", sagt Bobic mit Blick auf des Trainers Wunsch nach einem raschen Transfer und schiebt schmunzelnd nach: "Ich hoffe, dass wir am Sonntag Messi hier haben. Aber das wird schwierig." Am Sonntag, da spielt die Eintracht im Rahmen der Saisoneröffnung gegen Celta Vigo. Die Partie gegen den spanischen Erstligisten ist die Generalprobe für das Pokalspiel in Magdeburg. Entsprechend wichtig wäre es natürlich, den neuen Mann dabei zu haben, um sich wenigstens ein kleines bisschen einspielen zu können.

"Wir hoffen natürlich, dass wir die nächsten Tage Vollzug melden können. Ich habe Niko aber auch gesagt, dass ich nicht sagen würde, dass ein neuer Verteidiger in ein bis zwei Tagen da ist, solange der Spieler nicht zugesagt hat. Dementsprechend müssen wir noch ein bisschen warten", erklärt Bobic. Der Sportvorstand verweist auf den "schwierigen Innenverteidigermarkt" und meint: "Es ist doch klar, dass wir am besten vor dem Pokalspiel jemanden präsentieren wollen. Aber das liegt nicht nur an uns."

Spielersteckbrief Anderson

Soares de Oliveira Anderson

Noch viel größer ist die Ungewissheit bei Bamba Anderson. Der Innenverteidiger wurde am 8. Mai 2015 wegen Knorpel- und Meniskusdefekten in Heidelberg am Knie operiert und fällt seither aus. "Das ist eine ganz komplizierte Geschichte. Es gibt ein großes Fragezeichen, ob er überhaupt nochmal kommt", erklärt Sportdirektor Bruno Hübner. Derzeit befindet sich der Brasilianer zu Reha-Maßnahmen in seiner Heimat. Das Gehalt des bis 2018 unter Vertrag stehenden Abwehrspielers zahlt seit über einem Jahr die Berufsgenossenschaft.

Julian Franzke