Der 1. FC Saarbrücken vor dem Start der Regionalliga Südwest

Lottners Puzzle mit Fixpunkt Zeitz

Marco Thiede (li.) und Manuel Zeitz

Im Test gegen Sandhausen schon mit der Spielführerbinde am Arm: Manuel Zeitz (re., gegen Marco Thiede). imago

Den härtesten Gegner hob sich der 1. FC Saarbrücken für die Generalprobe auf. Mit 2:3 musste sich das Team von Trainer Dirk Lottner dem Zweitligisten SV Sandhausen vor 1400 Zuschauern geschlagen geben. Zuvor gab es aber zwei 2:1-Erfolge über die Drittligisten FSV Frankfurt und Fortuna Köln. Grund genug für den Coach, Lobeshymnen anzustimmen: "Ich habe noch keine Mannschaft erlebt, die eine so hohe Eigenmotivation hat", so Lottner. "Alle Einheiten hier waren bislang volle Pulle, alle haben uneingeschränkt mitgezogen."

Dennoch musste der 44-Jährige nach dem Sandhausen-Spiel einiges korrigieren. Besonders in Bezug auf die erste Hälfte. "Wir haben da gegen einen starken Gegner zu ängstlich und mutlos agiert", sagte der Trainer und ergänzte: "Wir konnten sie im Spielaufbau nicht stören. Sie hatten nur wenige Offensivaktionen, die führten aber zu Toren." Lottners Halbzeitansprache fruchtete trotz der Niederlage, entsprechend positiv fiel das Gesamtfazit des gebürtigen Kölners aus: "Es ist dann auch schön zu sehen, wie die Mannschaft reagiert. Wir haben das in der Pause angesprochen und korrigiert. Dabei hat uns natürlich auch der frühe Anschluss in die Karten gespielt."

Lottner stellen sich viele Fragzeichen

Dem Saisonauftakt gegen Aufsteiger SSV Ulm 1846 sieht Lottner mit Vorsicht entgegen: "Ulm hat sich mit zahlreichen Spielern aus der Regionalliga verstärkt und kommt mit der Euphorie eines Aufsteigers." Stattfinden wird die Partie in der Nachbarstadt Völklingen. Mit Daniel Döringer (muskuläre Probleme), Jens Meyer (Muskelfaserriss), Marco Meyerhöfer (Innenbandriss), Dennis Wegner (Fußverletzung) und Ivan Sachanenko (grippaler Infekt) fehlten im Test fünf Spieler.

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Klarheit besteht nur auf der Torhüter-Position, wo sich David Salfeld seines Startplatzes sicher sein darf. Weiter vorne stellen sich Lottner viele Fragezeichen. Dennoch freut sich der Coach auf die Saisonpremiere: "Gegen Sandhausen habe ich zum ersten Mal selbst gespürt, was hier möglich ist."

Kapitän Zeitz

Eine zentrale Rolle soll in mehrfacher Hinsicht Manuel Zeitz einnehmen. Der Mittelfeldspieler, der erst in diesem Sommer aus Cottbus nach Saarbrücken zurückkehrte und am Montag 26 Jahre alt wurde, ist der neue FCS-Kapitän. "Manuel ist nicht nur durch seine Position in der Zentrale ein Fixpunkt in unserem Spiel. Er genießt sehr große Anerkennung innerhalb des Teams und auch im gesamten Umfeld, ist einer der Leistungsträger. Deshalb haben wir ihm das Amt übertragen", begründete Lottner die Wahl. Seinen Stellvertreter kennt Zeitz nur zu gut: Mit Marco Holz spielte er bereits die vergangenen zwei Jahre zusammen beim FC Energie.

bru/Horst Fried