Würzburg stellt den ältesten Spieler der 2. Liga

Methusalem Wulnikowski: "39 ist nur eine Zahl"

Robert Wulnikowski

"Schau mal, der alte Mann": Würzburgs Torwart Robert Wulnikowski sieht sein Alter gelassen. picture alliance

1,92 Meter Körpergröße, Glatze, Drei-Tage-Bart - der Torwächter der Kickers sticht heraus. Auch aufgrund seines Alters: Mit 39 Jahren ist Wulnikowski der Methusalem der Liga. "Ich werde häufig auf mein Alter angesprochen. Da heißt es immer wieder: Schau mal, der alte Mann", sagt der 1977 in Bydgoszcz geborene Deutsch-Pole, "aber für mich ist die 39 nichts mehr als eine Zahl."

Gleichwohl eine sehr beeindruckende, immerhin stellt er im Alters-Ranking der 2. Liga auch die anderen Spieler aus den Top 5, bestehend aus Raphael Schäfer (37 Jahre, 180 Tage, Nürnberg), Benjamin Köhler (35 Jahre, 359 Tage, Union Berlin), Goran Sukalo (34 Jahre, 339 Tage, 1860 München) und Christian Tiffert (34 Jahre, 161 Tage, Aue), in den Schatten.

Würzburger Kickers - Vereinsdaten

Gründungsdatum

17.11.1907

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Spielersteckbrief Wulnikowski

Wulnikowski Robert

Wulnikowski: "Man wird einfach gelassener"

Einen Bonus hat Wulnikowski im Training dadurch nicht. Unter Coach Bernd Hollerbach muss der Rechtsfuß genauso schwitzen, wie seine Teamkollegen. "Ich mache im Training alles genauso mit wie die jungen Kollegen auch", erklärt der FWK-Kapitän, "ich spüre da keinen Unterschied und denke deshalb auch nicht an das Alter. Ich habe jetzt schon so viele Vorbereitungen hinter mich gebracht. Das ist grundsätzlich die schwerste Phase einer Saison." Vielmehr sieht Wulnikowski seine reiche Erfahrung als Vorteil: "Man kann besser mit den Dingen, die auf einen einprasseln umgehen. Man wird einfach gelassener. Auch von Fehlern lässt man sich nicht mehr aus der Ruhe bringen."

Mission: Klassenerhalt 2017

Also geht der 39-Jährige als Nummer 1 in die erste Zweitligasaison seit 2004/05 - damals mit Rot-Weiss Essen. Wulnikowski weiß, dass sich die Liga in den zwölf Jahren Abstinenz verändert hat. "Die fußballerische Qualität der Liga und der Spieler ist deutlich gestiegen. Früher sprach man etwas despektierlich von einer Klopperliga mit richtig harten Zweikämpfen - und das nicht zu Unrecht." Als defensivstarke Truppe will der Schlussmann im Unterhaus bestehen: "Wir wissen, dass es für uns nur um den Klassenerhalt gehen kann. Wir haben ein Ziel und werden alles dafür tun." Der Ligaverbleib 2017 - für Wulnikowski wäre es das perfekte Geschenk zum er wäre das perfekte Geschenk zum 40. Geburtstag.

Das komplette Interview mit Kickers-Keeper Robert Wulnikowski lesen Sie im aktuellen kicker (Donnerstagsausgabe).

cru/fk

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