Bundesliga

"Zu drastisch": Tuchel widerspricht Mourinho

ManUnited-Trainer spricht von einem ungleichen Rennen

"Zu drastisch": Tuchel widerspricht Mourinho

Thomas Tuchel und José Mourinho

Beim Internationalen Champions Cup in China: Thomas Tuchel und José Mourinho (r.). picture alliance

Aus Shanghai berichtet Thomas Hennecke

Über den sportlichen Wert eines hochkarätigen Tests in einer so frühen Vorbereitungsphase mag man geteilter Meinung sein. Der Image-Gewinn für Borussia Dortmund dürfte nach dem 4:1 über Manchester United aber beträchtlich ausfallen. Der Vizemeister hat auf dem hart umkämpften Markt in China jedenfalls ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. "Das war schon einmal eine Ansage", jubelte Marketing-Chef Carsten Cramer.

Spielersteckbrief Dembelé

Dembelé Ousmane

Trainersteckbrief Tuchel

Tuchel Thomas

Gonzalo Castro, der neben Roman Weidenfeller als einziger Dortmunder durchspielte, erzielte zwei Treffer. Pierre-Emerick Aubameyang (Handelfmeter) und Ousmane Dembelé komplettierten das Ergebnis. Der Ex-Dortmunder Henrikh Mkhitaryan steuerte den Ehrentreffer des Premier-League-Klubs bei. BVB-Trainer Thomas Tuchel fand den Sieg "hoch verdient".

Mit Sebastian Rode im defensiven Mittelfeld und Ousmane Dembelé, der links begann und später auf die rechte Seite wechselte, startete Tuchel nur mit zwei der fünf Neuen, die die Reise nach China mit angetreten haben. Emre Mor, Mikel Merino und Marc Bartra rückten nach gut einer Stunde nach. Raphael Guerreiro, Mario Götze und der erst am Freitag verpflichtete Andre Schürrle stoßen am 1. August zur Mannschaft.

"The Special One" bleibt gelassen

Im Gegensatz zur Borussia, die schon seit dem 4. Juli wieder im Training ist, befindet sich Manchester United noch in der zweiten Vorbereitungswoche. Wohl deshalb ließ José Mourinho mildernde Umstände nach der Packung gelten, "ein 3:2", gab er gelassen zu Protokoll, "wäre gerechter gewesen."

Dass "The Special One" das Duell der früheren Champions-League-Sieger mit einem ungleichen Rennen zwischen Formel 1 (Dortmund) und Formel 3 (Manchester) verglich, provozierte Widerspruch bei seinem BVB-Kollegen. "Das ist zu drastisch und zu krass", meinte Tuchel. Natürlich sei er "mit dem Ergebnis und der Art und Weise" einverstanden, aber wunschlos glücklich ist er fünf Wochen vor dem Ligastart naturgemäß nicht.

"Es gibt noch viele Dinge zu verbessern", betont der BVB-Coach, "wir haben noch einen Weg zu gehen."

Statistik zum Spiel

Dortmund: Weidenfeller - Passlack (46. Bruun Larsen), Sokratis (61. Bartra), Bender (61. Merino), Schmelzer (61. Burnic) - Castro, Rode (61. Sahin) - Ramos (61. Mor), Kagawa (61. Leitner), Dembele (61. Pulisic) - Aubameyang (61. Hober).

Manchester United: Johnstone (46. Romero) - Valencia (75. Pereira), Bailly, Jones (46. Rojo), Shaw - Herrera, Mata, Blind - Lingard (46. Young), Depay (46. Rashford), Mkhitaryan.

Tore: 1:0 Castro (19.), 2:0 Aubameyang (36., Handelfmeter), 3:0 Dembele (57.), 3:1 Mkhitaryan (59.), 4:1 Castro (86.)

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