Bundesliga

RB-Keeper Müller: "Wäre nicht hierher gekommen..."

Neuzugang brennt vor Ehrgeiz

RB-Keeper Müller: "Wäre nicht hierher gekommen..."

Marius Müller

Neuzugang Marius Müller stieß als dritter Torhüter zu RB Leipzig - will aber nicht die Nummer 3 bleiben. imago

Auch von seinem direkten Vorgesetzten ist der Keeper angetan. "Dem ersten Eindruck nach ist er ein sehr kompetenter Trainer", so Müller über Trainer Ralph Hasenhüttl, "er verfolgt einen klaren Plan bei den Trainingszielen. Und er ist sehr menschlich, sucht das Gespräch und strahlt damit große Sympathie aus."

Das Gesamtpaket bestätigt Müller wie gesagt, dass seine Wahl richtig war. Von den infrastrukturellen Gegebenheiten in Leipzig hatte er sich bereits vor einiger Zeit ein Bild gemacht. "Einzigartige Bedingungen" gebe es bei RB, "das sind herausragend gute Voraussetzungen, so dass ich mich mit der Mannschaft und auch persönlich weiter entwickeln kann. Es war schnell klar, dass ich den Schritt nach Leipzig machen werde. Zumal es auch noch eine Liga nach oben geht". Dafür hat der 1,92 Meter große Torwart "meinen Stammplatz in Kaiserslautern aufgegeben".

Spielersteckbrief Coltorti
Coltorti

Coltorti Fabio

Spielersteckbrief Gulacsi
Gulacsi

Gulacsi Peter

Spielersteckbrief M. Müller
M. Müller

Müller Marius

Trainersteckbrief Hasenhüttl
Hasenhüttl

Hasenhüttl Ralph

Ich wäre nicht hierher gekommen, wenn ich nicht spielen will.

Marius Müller

Beim FCK hatte sich der aus Lampertheim in Südhessen stammende Torhüter in der vergangenen Saison den Platz zwischen den Pfosten erkämpft und 33 Spiele von Beginn an bestritten (kicker-Notenschnitt 2,98). In Leipzig soll es ebenso sein, aber die Konkurrenz ist stark.

Konkurrenzkampf mit den Platzhirschen

Da ist zum einen Routinier Fabio Coltorti (35), der den Weg von RB aus der Regional- bis in die Bundesliga mitgegangen, bei den Fans sehr beliebt ist und nur aufgrund einer Schulterverletzung im Frühjahr seinen Platz verlor. Konkurrent Nummer zwei ist Peter Gulacsi (26), der nach Coltortis Ausfall souverän hielt, den Sprung zur EM mit Ungarn schaffte und als potenzielle neue Nummer 1 in Ungarn gilt. Müller weiß darum, "aber ich wäre nicht hierher gekommen, wenn ich nicht spielen will", sagt er. Coltorti hat er bereits kennengelernt, und erachtet den Umgang des erfahrenen Keepers mit ihm als Neuling als "sehr lobenswert. Ich muss den Verein ja erst mal kennen lernen. Und Fabio hat mir gleich Tipps gegeben." Müller freut sich auf einen "gesunden Konkurrenzkampf. Ich will es dem Trainerteam so schwer wie möglich machen."

Seinem neuen Klub traut der neue Torwart zu, in der 1. Liga zu bestehen. "Nichtsdestotrotz kommen wir aber aus der 2. Liga und müssen uns erst mal an die Bundesliga-Luft gewöhnen, und genau mit dieser Einstellung werden wir auch in die Saison gehen." Einen Tabellenplatz als Ziel nennt er nicht, "ich habe ja keine Glaskugel." Allerdings ist Müller sicher, "dass wir uns relativ schnell akklimatisieren werden". Er selbst strebt auch danach - und danach, zum Pflichtspiel-Start, dem DFB-Pokalspiel in Dresden möglichst im Tor von RB Leipzig zu stehen.

Andreas Hunzinger