Bundesliga

"Er muss dem Trainer auf den Sack gehen": Dardai erhöht Druck auf Kurt

Hertha: Der Winterzugang soll jetzt liefern

"Er muss dem Trainer auf den Sack gehen": Dardai erhöht Druck auf Kurt

Sinan Kurt im Duell mit Nikos Zografakis (li.)

Muss sich zeigen: Sinan Kurt, hier im Duell mit Nikos Zografakis (li.). picture-alliance

Kurt, im Winter vom FC Bayern München für eine Basisablöse von 600.000 Euro nach Berlin gewechselt und mit einem Vertrag bis 2019 ausgestattet, wurde in der Rückrunde von zwei Muskelfaserrissen im Oberschenkel zurückgeworfen. Statt der erhofften durchgehenden Spielpraxis in Herthas Regionalliga-Team kam der Linksaußen nur auf sechs Einsätze und ein Tor für die U 23. Kurts Leistung in der Rückrunde sei deshalb "nicht zu bewerten", sagt Dardai. "Ich bin froh, dass er jetzt bei uns bis auf einen Tag (wegen Rückenbeschwerden, d. Red.) das komplette Trainingslager durchziehen konnte. Jetzt liegt es an ihm."

Dardais klare Forderung an das einst bei Borussia Mönchengladbach ausgebildete Talent: "Er muss dem Trainer auf den Sack gehen, indem er immer wieder Tore macht und Druck auf die anderen Spieler. Und er muss das Spiel gegen den Ball verbessern und noch tierisch hart arbeiten, um ein Bundesligaspieler zu werden."

Trainersteckbrief Dardai
Dardai

Dardai Pal

Spielersteckbrief Kurt
Kurt

Kurt Sinan

Knackpunkt Mentalität

An der grundsätzlichen Veranlagung Kurts besteht kein Zweifel. "Sein linker Fuß ist gut, seine Handlungsschnelligkeit ist gut", erklärt Dardai. "Jetzt muss er es von der Mentalität her hinbekommen. Wenn er das macht, kriegt er im September seine Chance. Und dann müssen offensive Aktionen von ihm kommen."

Mitspieler Mitchell Weiser, der bereits beim FC Bayern mit Kurt zusammenspielte und bei dem sich Kurt vor seinem Wechsel nach Berlin über den Klub erkundigt hatte, glaubt nach wie vor an den Durchbruch des Kollegen. "Im Training sieht man, dass Sinan es schaffen will und bereit ist für den nächsten Schritt", sagt Weiser. "Es sieht ganz gut aus, aber er muss sich natürlich noch beweisen." Das muss er. Die Schonfrist ist vorbei – und die Konkurrenz für Kurt, so viel ist sicher, wird demnächst noch größer. Es gilt als ausgemacht, dass sich Hertha in der aktuellen Transferperiode mit mindestens einem weiteren Flügelspieler verstärken wird.

Steffen Rohr

"Zettel-Dardai" bittet zum Aufgalopp