20:56 - 10. Spielminute

Gelbe Karte (Marseille)
Marlet
Marseille

21:12 - 27. Spielminute

Gelbe Karte (Valencia)
Vicente
Valencia

21:19 - 34. Spielminute

Gelbe Karte (Valencia)
Carboni
Valencia

21:33 - 45. + 3 Spielminute

Tor 1:0
Vicente
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Mista
Valencia

21:30 - 45. + 1 Spielminute

Rote Karte (Marseille)
Barthez
Marseille

21:31 - 45. + 3 Spielminute

Spielerwechsel (Marseille)
Gavanon
für Meriem
Marseille

22:03 - 58. Spielminute

Tor 2:0
Mista
Linksschuss
Vorbereitung Vicente
Valencia

22:04 - 60. Spielminute

Gelbe Karte (Marseille)
Drogba
Marseille

22:09 - 64. Spielminute

Spielerwechsel (Valencia)
Aimar
für Rufete
Valencia

22:16 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Marseille)
Batlles
für Flamini
Marseille

22:27 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Valencia)
Sissoko
für Angulo
Valencia

22:29 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Marseille)
Celestini
für N'Diaye
Marseille

22:30 - 86. Spielminute

Spielerwechsel (Valencia)
Pellegrino
für Marchena
Valencia

VAL

MAR

UEFA-Cup

Valencia siegt - Mista sticht Drogba aus

Finale in Göteborg: FC Valencia - Olympique Marseille 2:0 (1:0)

Valencia siegt - Mista sticht Drogba aus

Valencias Trainer Rafael Benitez stellte im Vergleich zum 1:0-Halbfinal-Rückspielerfolg gegen den FC Villareal auf drei Positionen um. Links defensiv begann wieder Stammkraft Carboni an Stelle von Garrido Ramirez, im Mittelfeld Rufete für Sissoko sowie der offensiv ausgerichtete Linksfuß Vicente für Xisco. Der zuletzt länger verletzte argentinische Spielmacher Aimar nahm vorerst auf der Bank Platz. Marseille trat mit exakt der selben Formation an wie beim 2:0-Erfolg gegen Newcastle United , der letztlich das Finalticket sicherte.

Die Südfranzosen mit frechem Beginn, doch nach fünf Minuten hatte sich der spanische Meister gefangen und schien seiner Favoritenrolle gerecht werden zu können. Die größeren Spielanteile lagen jedenfalls zunächst beim FC, der durch Kapitän Albelda auch den ersten gefährlichen, weil abgefälschten Torschuss abgab (7.). Keeper Barthez, der mit lädiertem Innenband im Knie antrat, machte gleich deutlich, dass ihn die Blessur nicht sehr behinderte. Nach einer Viertelstunde war es mit der Herrlichkeit Valencias allerdings erst einmal vorbei.

José Anigos Schützlinge tankten durch Marlets Hechtkopfball, der Versuch segelte knapp über den Kasten von Cañizares (15.), offenbar gehörig Selbstvertrauen. In den Folgeminuten boten sich dem sicher kombinierenden Siebten der Ligue 1 jedenfalls weitere Schuss- und Kopfballchancen praktisch im Zwei-Minutentakt. Die beste davon vergab der Senegales Beye per Kopf aus acht Metern (22.). Es dauerte einige Minuten, bis die Iberer das Geschehen wieder besser in den Griff bekamen. Angriffe liefen dabei meist über den rechten Flügel. Von Rufete und Baraja in Szene gesetzt, fanden die Flanken von Curro Torres oder Angulo jedoch zunächst keine Abnehmer.

Spielnote

3
Tore und Karten

1:0 Vicente (45' +3, Foulelfmeter, Linksschuss, Mista)

2:0 Mista (58', Linksschuss, Vicente)

Valencia
Valencia

Canizares 3,5 - Curro Torres 3, Ayala 2, Marchena 3 , Carboni 2,5 - Baraja 2,5, Albelda 2,5, Rufete 3 , Vicente 3 - Angulo 4 , Mista 3,5

Marseille
Marseille

Barthez 4 - Beye 4,5, Hemdani 4, Meité 3 - Ferreira 3,5, Flamini 4 , N'Diaye 4 , dos Santos 3,5, Marlet 3,5 , Meriem 2 - Drogba 4

Schiedsrichter-Team

Pierluigi Collina Italien

1
Spielinfo

Stadion

Nya Ullevi

Zuschauer

39.000 (ausverkauft)

Alles in allem blieb Valencia vor der Pause vor allem spielerisch hinter den Erwartungen zurück, kam in den Schlusssekunden des ersten Abschnitts aber doch zum Führungstor. Mista war nach einer weiteren Curro-Torres-Flanke urplötzlich frei, da Beye sich verschätzt hatte. Barthez wusste sich nur noch mittels rüder Notbremse zu helfen. Referee Pierluigi Collina zeigte sofort "Rot", Vicente verwandelte den Strafstoß gegen den eingewechselten Gavanou sicher zum 1:0. Für die nun in Unterzahl agierenden Franzosen war der UEFA-Cup-Sieg binnen weniger Sekunden in weite Ferne gerückt.

Die Frage war, wie sich Marseille von diesem Schock erholen würde. Zunächst versuchten es die Anigo-Schützlinge mit ruhigem Spielaufbau und kontrollierten Aktionen. Valencia fiel durch Standards auf. Vicentes Freistöße (48. und 57.) brachten jedoch kaum Gefahr. Als Vorbereiter wusste der Linksfuß wenig später ungleich mehr zu überzeugen: Konter Valencia, Vicente mit überlegtem Zuspiel vom linken Flügel ins Zentrum, wo Mista lauert und gekonnt mit dem Außenspann zum 2:0 vollendet (58.). Mistas großer Gegenspieler, Marseilles Goalgetter Drogba, fiel hernach lediglich durch ein Frustfoul (60.) und einen gefährlichen Freistoß auf (65.).

Marseille zeigte zwar Moral, angesichts des Rückstands schwang jedoch auch eine gehörige Portion "Mute der Verzweiflung" in den Aktionen mit. N'Diaye prüfte Cañizares nochmals mit einem gefährlichen Fernschuss (80.). Währenddessen steuerte Valencia mit zunehmender Spieldauer immer abgeklärter einem in der Schlussphase kaum noch gefährdetem Sieg entgegen. Und während vor der Pause noch der "OM"-Anhang lautstark auf den Rängen dominierte, schallte nun ein euphorisches "Campeones, Campeones" aus der Kurve der "Valencianos".

23 Jahre nach dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger (1980 mit Rainer Bonhof) holt sich der spanische Meister FC Valencia letztlich verdient den UEFA-Cup und revanchiert sich für zwei Champions-League-Finalniederlagen in den Jahren 2000 und 2001. Der im ersten Abschnitt frech aufspielende Außenseiter Marseille geriet nach Barthez' Platzverweis Sekunden vor der Pause jäh auf die Verliererstraße. Matchwinner für die Levantiner war Torjäger Mista, der den Elfmeter zum 1:0 herausholte und das Spiel mit dem Treffer zum 2:0 entschied.