Auch Hoffenheim bekundet Interesse

Beispiel S04: Steigt Bayern München in den eSport ein?

Schalke als Beispiel: Steigen weitere Bundesligisten in den eSport ein?

Schalke als Beispiel: Steigen weitere Bundesligisten in den eSport ein? kicker esport

Mitte 2015 startete der VfL Wolfsburg den Trend mit der Gründung eines FIFA-Teams und der Verpflichtung von deutschen Größen, Benedikt 'Salz0r' Salzer und Daniel 'Dani' Fink. Seitdem haben mittlerweile andere Vereine nachgezogen und die Fans gewöhnen sich an die Tatsache, dass traditionelle Sportarten wie Fußball und der eSport sich immer mehr annähern. Auch internationale Klubs wie West Ham United und der FC Valencia haben schon den Schritt in die boomende Industrie gewagt. Dabei besteht aber nicht nur Interesse an Spielern der Fußballsimulation FIFA, sondern immer mehr auch an anderen eSport-Spielen.

Während Valencia direkt Spieler des Kartenspiels Hearthstone unter Vertrag nahm, steht besonders Schalke 04 dem eSport mit offenem Visier und klarer Ausrichtung gegenüber. Mit der Verpflichtung eines League of Legends-und eines FIFA-Teams und dem ausdrücklichen Wunsch, auch in andere große eSport-Titel wie Dota 2 zu investieren, zeigen die Gelsenkirchener ausgeprägtes Verständnis der Szene.

Hoffenheim zeigt Interesse, die Bayern sondieren den Markt

Auf Nachfrage von Spiegel Online bekunden nun weitere Fußballvereine ihr ausdrückliches Interesse am eSport. Die TSG 1899 Hoffenheim ließ verlauten: "Wir beobachten diesen Megatrend schon seit geraumer Zeit. Die Dimensionen, die der eSport angenommen hat, gehen weit über ein Nischendasein hinaus." Vom FC Bayern München, der sich im Vorfeld traditionell sehr bedeckt hält, heißt es ein wenig trockener, dass "der Markt analysiert wird". So ähnlich lief es damals auch im Vorfeld der Gründung des Bayern-Basketballteams, das mittlerweile zur deutschen Spitze gehört und den Korbjägern in Deutschland zu einem neuen Boom verhalf. Der FCB weiß also, wie ein Neustart auf fremdem Terrain funktioniert - auch im eSport?

Zum Thema:

Schon im Mai berichtete kicker esport über die Pläne von August 'Agge' Rosenmeier, einem der besten FIFA-Spieler der Welt, der sich wünschte, für einen Fußballklub FIFA zu spielen. Da er von STARK Esports beraten wird und für Red Bull spielt, kämen natürlich besonders Vereine aus dem Haus der Roten Bullen, wie Leipzig, Salzburg oder New York infrage.

Die Frage ist nicht mehr ob, sondern nur noch wann

Vor einiger Zeit war es noch die Frage, ob traditionelle Vereine überhaupt in den eSport einsteigen würden – heute ist dies eine feststehende Entwicklung und nur noch eine Frage der Zeit. Für die Zukunft bleibt dennoch abzuwarten, wann und in welcher Weise weitere Vereine den Einstieg wagen und – bedeutend für langjährige Verfolger des eSports – welche Auswirkungen dies haben wird. Gerade für die Legitimation des eSports ist die Unterstützung von anerkannten Marken des Sports hilfreich und könnte der Szene so zusätzlichen Rückenwind verschaffen.

Malte Schnoor

Das ist das eSport-Team des Bundesligisten FC Schalke 04