Evra kann spielen - Tschechiens Coachs zu Machatschkala

Splitter: Solidarität mit Istanbul - Kloses Betzenberg-Gefühle

Miroslav Klose

Das Foto stammt aus dem Jahr 2014, aber in etwa so darf man sich Miroslav Klose als Fan der DFB-Auswahl vorstellen. imago

+++ Fan Klose: Gefühle "wie früher in Kaiserslautern"

Miroslav Klose genießt sein erstes großes Turnier seit 16 Jahren als Fan in vollen Zügen. "Es ist für mich faszinierend, dieses Turnier einfach wieder als Fan zu verfolgen. So wie früher in Kaiserslautern am Zaun, als ich der Bundesliga-Mannschaft zugeschaut habe", sagte Klose im Interview mit dem SID. "Ich habe es mir vor dem Fernseher gemütlich gemacht und habe es wirklich genossen", berichtete der 38-Jährige: "Und ich freue mich vor allem riesig auf Samstag." Dann spielt Weltmeister Deutschland gegen Kloses Wahlheimat Italien (in Bordeaux, 21 Uhr, LIVE! bei kicker.de. "Ich habe alle deutschen und italienischen Spiele gesehen und auch drei oder vier andere", sagte der frühere Stürmer von Lazio Rom. Dabei habe es ihm "überhaupt nicht" in den Füßen gejuckt, gerne dabei zu sein: "Irgendwann durfte ich dabei sein, jetzt stehe ich wieder auf der anderen Seite." Klose hat insgesamt 71 Tore in 137 Länderspielen erzielt und gehörte seit der WM 2002 bis zur WM 2014 in jedem der sieben Turniere zum deutschen Aufgebot und hat den Brasilianer Ronaldo als WM-Rekordschütze abgelöst.

+++ Solidarität mit Istanbul +++

Mit einer Minute Applaus sollen die Fans auf den EM-Fanmeilen am Donnerstagabend der Opfer des Anschlags vom Istanbuler Flughafen gedenken. Zudem wird der Pariser Eiffelturm in der Nacht zum Freitag ab Mitternacht in den türkischen Farben angestrahlt, wie die Stadtverwaltung ankündigte. Die Besucher der Fanmeilen in den EM-Stadion-Städten sind aufgerufen, eine halbe Stunde vor Anpfiff des Viertelfinales Polen gegen Portugal (21 Uhr) mit Klatschen ihre Solidarität zu zeigen. Drei Selbstmordattentäter hatten am Dienstagabend am Atatürk-Flughafen 43 Menschen getötet.

+++ Isländische Gruppendynamik: Urlausplanung via Whatsapp +++

Islands Team hält während der EM auch digital Kontakt miteinander. In einer WhatsApp-Gruppe tauschen sich die Spieler aus - und schreiben dabei auch über ein Ziel für ihren gemeinsamen Urlaub nach dem Turnier in Frankreich. Geschlossen werden die Mitglieder der Sensationsmannschaft aber nicht starten. "Ich bin mitten in der Saison, deshalb kann ich leider nicht mit", sagte Verteidiger Kari Arnason von Malmö, den damit das gleiche Schicksal wie andere Schweden-Legionäre ereilt. In der Gruppe des Messaging-Diensts sind auch Isländer, die nicht bei der EM dabei sind - wie der nach Verletzung nicht berücksichtigte Rurik Gislason vom 1. FC Nürnberg den "Nürnberger Nachrichten" verriet.

+++ Tschechiens Trainer Vrba wechselt zu Machatschkala +++

Tschechiens Trainer Pavel Vrba

Trat zurück und wechselt zu Machatschkala nach Russland: Tschechiens Trainer Pavel Vrba. Getty Images

Der tschechische Nationaltrainer Pavel Vrba hat seinen Rücktritt erklärt und wird neuer Coach des russischen Erstligisten Anschi Machatschkala. Dies gab der Verband am Donnerstag bekannt. Die Tschechen belegten bei der Europameisterschaft in Frankreich nach dem 0:1 gegen Spanien, 2:2 gegen Kroatien und 0:2 gegen die Türkei mit nur einem Punkt den vierten Platz in der Gruppe D. "Auch wenn die EM für uns nach der Gruppenphase beendet war, war das Engagement des Trainers ein Erfolg", wird Verbandspräsident Miroslav Pelta in einer Mitteilung zitiert. "Ich habe ihm in den vergangenen Tagen mehrmals die Unterstützung zugesagt, damit er das Team für die anstehende WM-Qualifikation weiterhin betreut. Ich akzeptierte aber den Wunsch des Trainers." Der 52 Jahre alte Vrba übernahm am 1. Januar 2014 die tschechische Nationalelf. Nach der verpassten WM-Teilnahme in Brasilien qualifizierte sich der Vize-Europameister von 1996 in einer Gruppe mit Island, der Türkei und den Niederlanden als Tabellenerster für das Turnier in Frankreich. Ein Nachfolger soll in der kommenden Woche bekanntgegeben werden.

+++ Evra einsatzbereit: "Nur vier Finger verdreht" +++

Frankreichs Linksverteidiger Patrice Evra hat sich nicht schwerer an seiner linken Hand verletzt. "Ich habe mir vier Finger verdreht, aber es läuft gut", so der 35-Jährige. Der Profi von Juventus Turin hatte am Mittwoch das Training nach einem unglücklichen Sturz abbrechen müssen und wurde anschließend bandagiert. Bereits am Donnerstag trainierte er wieder ohne Verband mit dem Team. Sein Einsatz am Sonntag gegen Island (21 Uhr, LIVE! bei kicker.de) ist damit nicht gefährdet.

kon