2. Bundesliga

Rupp redet Klartext: "Ich sitze zwischen allen Stühlen"

Mittelfeldspieler will den VfB verlassen

Rupp redet Klartext: "Ich sitze zwischen allen Stühlen"

Will das Trikot wechseln - und steht auch offen dazu: Noch-Stuttgarter Lukas Rupp.

Will das Trikot wechseln - und steht auch offen dazu: Noch-Stuttgarter Lukas Rupp. Getty Images

Der Mittelfeldspieler, der in der vergangenen Saison zu den wenigen Lichtblicken im Stuttgarter Kader gehörte, steht bekanntlich bei der TSG Hoffenheim hoch im Kurs. Doch die von den Kraichgauern gebotene Ablöse von rund fünf Millionen Euro stellt Stuttgart (noch) nicht zufrieden. Die Gespräche stocken, jetzt redet der Spieler. "Ich sitze zwischen allen Stühlen", klagt Rupp, der sich zu seinem künftigen Klub "nicht äußern" möchte. "Das spielt auch keine Rolle, denn ich hatte und habe eine Reihe von unterschiedlichen Möglichkeiten und habe vor Wochen den Verantwortlichen beim VfB offen und ehrlich erklärt, dass ich die Chance nutzen möchte, auch künftig erstklassig spielen zu können."

Hoffenheim und VfB nur wenig auseinander

Was so einfach klingt, wird reichlich kompliziert, wenn der Faktor Geld ins Spiel kommt. Die Schwaben wollen Rupp verständlicherweise nicht unter Wert abgeben und haben ihre Schmerzgrenze entsprechend hoch gesetzt. Und das obwohl, "man mir zugesichert hat, dass ich gehen darf, wenn ich einen Verein finde, der eine entsprechende Ablöse zu zahlen bereit ist." Eine relative Zusicherung, die den Spieler jetzt in die Klemme bringt, in eine Saisonvorbereitung starten zu müssen, die er nicht bei den Schwaben abzuschließen gedenkt. Beide Klubs liegen nach kicker-Informationen in der Frage der Ablöse nur wenig auseinander, dennoch herrscht Stillstand, den der Spieler ausbaden muss.

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Ich habe mich immer korrekt verhalten und möchte dem Trainer, dem VfB, den Mitspielern und den Fans jetzt nichts vormachen müssen.

Lukas Rupp zu seinen Wechselwünschen

"Diese Situation ist ziemlich belastend für mich. Ich hätte mir gewünscht, dass vor dem Saisonstart eine Entscheidung gefallen wäre", sagt Rupp, dessen Kontrakt bis 2018 läuft. "Ich habe mich immer korrekt verhalten und möchte dem Trainer, dem VfB, den Mitspielern und den Fans jetzt nichts vormachen müssen, indem ich zwar mittrainiere, aber eigentlich nur auf grünes Licht für einen Wechsel warte. Das hilft niemandem." Entsprechend würde eine Entscheidung allen Parteien helfen: dem Klub, der finanziell seinen Spielraum neu abstecken könnte, und dem Spieler, der Klarheit in seine Zukunft kriegen würde.

George Moissidis

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