Int. Fußball

Rekordmann Messi führt Argentinien ins Copa-Finale

Klinsmann-Elf beim 0:4 chancenlos

Rekordmann Messi führt Argentinien ins Copa-Finale

Lionel Messi gegen John Anthony Brooks

Auch von John Anthony Brooks nicht zu stoppen: Lionel Messi führte Argentinien ins Copa-Endspiel. Getty Images

Ezequiel Lavezzi stellte mit seinem Kopfballtor in der dritten Minute nach Vorarbeit von Lionel Messi früh die Weichen für den Favoriten und Vize-Weltmeister. "Wir haben im Vorfeld darüber geredet, dass es jetzt nur noch ums Mentale geht. Und wenn du so früh hinten liegst, hast du die mentale Schlacht bereits verloren", analysierte Klinsmann nach dem Spiel.

Messi war es dann vorbehalten, mit einem sehenswerten Freistoßtreffer in der 32. Minute für die Vorentscheidung zu sorgen - für den Superstar des FC Barcelona war es der 55. Länderspieltreffer: Rekordtorschütze! Gabriel "Batigol" Batistuta wurde durch den Kunstschuss Messis abgelöst. "Jeder verdient diesen Rekord, all meine Mitspieler der vergangenen Jahre haben ihren Anteil daran", betonte Messi.

Copa America - Halbfinale
Spielersteckbrief Messi

Messi Lionel

Spielersteckbrief Higuain

Higuain Gonzalo

Spielersteckbrief Lavezzi

Lavezzi Ezequiel

Trainersteckbrief Klinsmann

Klinsmann Jürgen

Trainersteckbrief Martino

Martino Gerardo

Die klar unterlegenen Hausherren, bei denen Klinsmann die gesperrten Bobby Wood (Hamburger SV), Alejandro Bedoya und Jermaine Jones nicht gleichwertig ersetzen konnte, kassierten nach der Pause noch einen Doppelpack von Gonzalo Higuain vom SSC Neapel, der in der 49. und 87. Minute auf 4:0 stellte. Auch das vierte Tor wurde durch Messi eingeleitet.

Lavezzi bricht sich den Arm

Bitter für die Südamerikaner: Torschütze Lavezzi zog sich bei einem Sturz über die Werbebande in der zweiten Spielhälfte einen Ellbogenbruch am linken Arm zu. Der ehemalige PSG-Star, aktuell für Hebei in Chinas Super League aktiv, fällt nun für geraume Zeit aus.

Wir werden von diesen Spielen lernen, sind dankbar, dass wir an dieser Copa America teilnehmen dürfen.

Jürgen Klinsmann

Die Südamerikaner stehen wie im Vorjahr im Endspiel und hoffen auf ihren ersten wichtigen Titel seit dem Turniersieg von 1993. Seit dem Copa-Sieg vor 23 Jahren ging der zweimalige Weltmeister bei seinen sechs sämtlichen Teilnahmen an Endspielen entweder bei der Südamerika-Meisterschaft (2004, 2007 und 2015), dem Confed Cup (1995 und 2005) oder der WM vor zwei Jahren gegen Deutschland als Verlierer vom Platz.

Der Finalgegner in East Rutherford/New Jersey (Montag/2.00 Uhr MESZ) wird im zweiten Vorschlussrundenduell zwischen Titelverteidiger Chile und Kolumbien ermittelt. Die USA spielen am Samstag in Glendale/Arizona um Platz drei. Für das "kleine Finale" hofft der Dortmunder Christian Pulisic, der im Semifinale nach seiner Einwechslung zur Pause für etwas Belebung im US-Sturm sorgte, auf seine erste Startelf-Nominierung im Turnier neben dem Berliner John Anthony Brooks und dem Mönchengladbacher Fabian Johnson.

aho/sid/dpa