Löw legt sich in der Abwehr noch nicht fest

Hummels-Frage offen - Schweinsteiger bleibt Joker

Die Rückkehr von Mats Hummels wird sehnlichst erwartet.

Kein Risiko: Die Rückkehr von Mats Hummels wird sehnlichst erwartet. Getty Images

Beim erfolgreichen Auftakt gegen die Ukraine (2:0) hinterließ vor allem die deutsche Defensive keinen guten Eindruck. Umso mehr treibt die Frage nach dem Gesundheitszustand von Mats Hummels die Nation um. Der Innenverteidiger ist nach seinem Muskelfaserriss in der Wade wieder ganz nah dran, hat auch schon zweimal mit dem Team trainiert. Aber festlegen wollte sich Bundestrainer Joachim Löw bei der Pressekonferenz am Mittwochabend nicht.

"Ich gehe auf keinen Fall ein Risiko ein. Eine genaue Prognose kann ich erst nach dem Abschlusstraining geben", sagte Löw. Nach der einstündigen Einheit am Abend holt er nochmal die Meinung der Ärzte und des Spielers ein. "Sollte er sich nicht 100 Prozent fit fühlen, geht man im zweiten Spiel kein Risiko ein." Aber der Bundestrainer machte durchaus Hoffnung. Die letzten drei, vier Tage seien sehr erfreulich gewesen, Hummels habe allen Belastungen Stand gehalten. Reicht es nicht, wird Shkodran Mustafi wohl wieder neben Jerome Boateng agieren.

Götze oder Gomez? Beides passt

Die zweite wichtige Frage hinsichtlich der Aufstellung stellt sich erneut in der Offensive. Götze oder Gomez? Götze musste sich nach dem Spiel gegen die Ukraine viel Kritik anhören, erhielt von Löw aber Rückendeckung, der dessen Leistung nicht so kritisch sah.

Auf einen der beiden Spieler wollte er sich für die Formation gegen Polen nicht festlegen. "Beides würde gut gegen Polen passen", befand Löw. Gomez ist eher der Mann, wenn die Bälle von außen kommen. Spielt der Gegner tief, geht das Spiel eher durch die Mitte, ist Götze wohl erste Wahl. Am Ende wird sich Löw auf sein Bauchgefühl verlassen.

Schweinsteiger bleibt Joker

Bastian Schweinsteiger, der ohnehin noch keine 90 Minuten spielen kann, wird wieder die Rolle als Joker einnehmen, denn Löw erklärte, dass Manuel Neuer auch gegen Polen Kapitän sein wird. Damit ist klar, dass der Mittelfeldspieler nicht in der Startformation stehen wird. So werden auf der Doppelsechs erneut Toni Kroos und Sami Khedira auflaufen.

Polen? "Eine der stärksten Kontermannschaften"

Vor dem Gegner hat Löw großen Respekt. "Sie haben ein gut organisierte Mannschaft, können gut Konter spielen und umschalten", lobt der Coach und findet sie besser als den letzten Gegner. "Sie sind variabler als die Ukraine. Polen hat schnelle Spieler die immer in die Tiefe gehen - eine der stärksten Kontermannschaften, die ich in den letzten zwei Jahren gesehen habe."

Der Fokus liegt dabei nicht nur auf Robert Lewandowski. "Wir wissen, dass er Weltklasseformat besitzt, aber auch seine Mitspieler haben großes Potenzial", warnt Khedira. "Sie sind extrem stark und gefährlich. Wir wissen ganz genau, was auf uns zukommt."

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kicker.tv Hintergrund

Löw will sich bessern und geht kein Risiko

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