Regionalliga

Lok Leipzigs Plan: Bis 2020 in die 3. Liga

Aufsteiger plant mit eingespieltem Team für die Regionalliga

Lok Leipzigs Plan: Bis 2020 in die 3. Liga

Die Spieler von Lok Leipzig jubeln nach dem Aufstieg

Lok'n'Roll: Die Leipziger Spieler feiern den Aufstieg in die Regionalliga Nordost. imago

74 Punkte in 30 Spielen, elf Punkte Vorsprung auf Vizemeister Inter Leipzig, mit 22 Siegen, darunter zwölf am Stück zwischen September und Februar, und acht Remis als einziges Team der fünf obersten deutschen Spielklassen ungeschlagen durch die Saison marschiert, die meisten selbst erzielten und die wenigsten zugelassenen Tore (78:14), dazu mit Djamal Ziane (19 Tore, sieben Vorlagen) und Mittelfeldmann Daniel Becker (sieben Tore, 16 Vorlagen) die beiden Topscorer und den Torschützenkönig der Liga in den eigenen Reihen - die Bilanz der Leipziger in der Aufstiegssaison liest sich tatsächlich beeindruckend.

Kein Wunder also, dass das Team von Trainer Heiko Scholz (50) auch in der kommenden Regionalliga-Saison weitgehend beisammen gehalten werden soll, hat doch die dominante abgelaufene Spielzeit gezeigt, über wie viel Qualität der Kader verfügt. Das Team soll also nicht groß verändert werden. Der vorzeitig feststehende Aufstieg ist dabei ein Vorteil hinsichtlich der Vorbereitungen für die nächste Runde, bereits frühzeitig konnte Lok die Kaderplanung angehen.

Trainersteckbrief Scholz
Scholz

Scholz Heiko

Spielersteckbrief Becker
Becker

Becker Daniel

Spielersteckbrief Ziane
Ziane

Ziane Djamal

1. FC Lok Leipzig - Vereinsdaten
1. FC Lok Leipzig

Gründungsdatum

10.12.2003

Vereinsfarben

Blau-Gelb

Lok macht Dampf bei den Personalplanungen

Den bislang vier Abgängen (Faton Ademi, Sebastian Dräger, Gino Böhne und Philipp Serrek) stehen sieben Neuzugänge gegenüber: Mit den Transfers von Nils Gottschick (TSG Neustrelitz), Paul Maurer (Energie Cottbus), Christian Hanne (Wacker Nordhausen), Felix Brügmann (Altona 93), Pascal Ibold (SSV Markranstädt), Peter Misch (1. FC Magdeburg U 19) und Jonas Arnold (eigene U 19) wird der Kader vor allem in der Breite gestärkt. Ein Torhüter soll noch verpflichtet werden, ansonsten sind die Personalplanungen soweit abgeschlossen.

Darüber hinaus besteht jedoch weiterhin struktureller Handlungsbedarf bei den Leipzigern. Nachdem der Verein 2013 durch die drohende Insolvenz kurz vor dem Abstieg stand und nur mit letzter Kraft gerettet werden konnte, hat sich die Situation bei der Lokschen inzwischen etwas entspannt, Klubpräsident Jens Kesseler drückt es allerdings so aus: "Der Patient liegt nun nicht mehr auf der Intensivstation, braucht aber noch viel Pflege." Der in der abgelaufenen Saison bei etwa 1,2 Millionen Euro liegende Gesamtetat soll zur kommenden Spielzeit um etwa 20 bis 30 Prozent steigen, Umbauten am Bruno-Plache-Stadion sollen die Kapazität der Heimspielstätte sukzessive von 5000 auf 13 000 Plätze erhöhen.

Lok will weiter Fahrt aufnehmen

Diese strukturellen Veränderungen werden in Leipzig-Probstheida auch vonnöten sein, wenn der Klub auf Dauer wieder Ambitionen in Richtung Profifußball entwickeln möchte. Bis 2020 wollen die Leipziger in die 3. Liga aufsteigen, so lautet das Ziel des Vereins. Erfolgstrainer Scholz, seit 2013 bei Lok, hat seinen Vertrag schon einmal bis zu diesem Zeitpunkt verlängert und möchte den Weg mit dem von ihm selbst zusammengestellten Team ("Das sind alles meine Wunschspieler, von 1 bis 22.") bis dahin weitergehen.

Erst einmal steht nun jedoch die Regionalligasaison vor der Tür, und die wird bei allen positiven Voraussetzungen sicherlich kein Selbstläufer. Scholz warnt schon einmal: "Wir müssen uns warm anziehen, im ersten Jahr zählt für uns nur der Klassenerhalt!" Bei allen langfristigen Plänen steht also auch bei Lok Leipzig erst einmal die Etablierung in der Viertklassigkeit im Vordergrund.

kon/fh