Zweitligaabsteiger ist als Erstes ins Training gestartet

Paderborn: Müller sucht "die beste Lösung"

Paderborns Trainer René Müller.

Paderborns Trainer René Müller ist am Sonntag mit seinem Team in die Saisonvorbereitung gestartet. imago

Anders als in den Jahren zuvor startete der SC Paderborn nicht im eigenen Stadion, sondern im Trainings- und Nachwuchsleistungszentrum in die neue Saison. Nach zwei Abstiegen in Folge wohl auch eine Entscheidung aus abergläubischen Gründen. Für zwei der 18 Spieler beim Trainingsauftakt eine mehr als gewohnte Umgebung: Mit Verteidiger Jan-Steven Erisa (18) und Mittelfeldmann Aykut Soyuk (21) begrüßte Müller zwei Eigengewächse zum ersten Training, die in der Vorbereitung die Chance bekommen sollen, sich nachhaltig in den Dunstkreis des Drittligakaders zu spielen.

Zwei andere Spieler, die sicher zum kommenden Drittligaaufgebot gehören werden, waren dafür noch nicht dabei. Neuzugang Dino Medjedovic, der Ende Mai noch mit dem VfL Wolfsburg II um den Aufstieg in die 3. Liga spielte, stößt erst am Freitag zum übrigen Team, während Stammtorwart Lukas Kruse, der im neuen Team eine führende Rolle übernehmen soll, bereits ab diesem Montag schon wieder bei den Ostwestfalen mittrainiert.

Der Stamm steht - Drei Spieler sollen noch kommen

Mit einem Innenverteidiger und zwei defensiven Mittelfeldspielern sollen bis zum Trainingslager am 4. Juli im emsländischen Herzlake dann noch drei weitere Neuzugänge kommen und den Kader komplettieren. Auf der Suche nach den entsprechenden Neuverpflichtungen möchte sich Müller aber noch Zeit lassen, schließlich wolle er Spieler haben, die den Verein auch qualitativ weiterhelfen könnten. "Ich will nicht die schnellstmögliche, sondern die beste Lösung", so der 42-jährige Coach, der den Stamm seines neuen Teams schon gefunden zu haben scheint: "Lukas Kruse, Thomas Bertels, Tim Sebastian und Koen van der Biezen können tragende Säulen werden. Dazu kommen viele junge hungrige Jungs."

Bis zum Trainingslager möchte Müller nun vor allem am Zusammenhalt der Mannschaft arbeiten und hat einen Plan, der seinen Spielern auch ganz gut schmecken dürfte: "Wir werden in den kommenden Tagen oft gemeinsam zu Mittag essen. Jeden Freitag gibt es ein gemeinsames Frühstück."

kon/js