VfL siegt im Aufstiegshinspiel gegen Regensburg

Jahn fehlt das Auswärtstor - Vorteil Wolfsburg

Sebastian Stolze (Wolfsburg, links) und Alexander Nandzik (Regensburg, rechts) im Zweikampf um den Ball

Wer ist am Ende obenauf: Sebastian Stolze (links) und der Wolfsburger Nachwuchs oder Alexander Nandzik (rechts) und der SSV Jahn? imago

In einem laut VfL-Coach Valerien Ismael "intensiven Spiel" erwischte Wolfsburg den besseren Start und ging bereits in der 13. Minute durch Jannis Pläschke in Führung: Der 23-Jährige nutzte ein Loch in der Jahn-Abwehr, um von seiner rechten Seite aus an der Strafraumkante entlang in die Mitte zu ziehen und den Ball mit dem linken Fuß flach ins lange Eck zu setzen. "Es ist einfach ein geiles Gefühl, in einem solch wichtigen Spiel ein Tor zu erzielen. Ich hatte vor der Partie gespürt, dass ich mal mit einem Tor dran bin, umso glücklicher bin ich, dass es geklappt hat", war der Außenspieler der Wolfsburger auch noch nach dem Spiel ganz euphorisiert. Im weiteren Verlauf der Partie entwickelte sich jedoch eine ausgeglichene Begegnung mit Chancen für beide Mannschaften, die beste dabei für die Regensburger, bei denen Oliver Hein in der Schlussphase jedoch nur den Pfosten traf (84.).

"Wir haben sehr gut begonnen, haben dann aber Regensburg zurückkommen lassen. Am Ende hat uns etwas die Kraft gefehlt, da hat der SSV seine Qualität ausgespielt und ordentlich Druck gemacht", musste Ismael nach der Partie anerkennen. Umgekehrt zollte sein Kollege auf der Regensburger Bank, Heiko Herrlich, dem Wölfe-Team Respekt und lobte die Spielqualität: "Seit ich beim SSV Jahn bin, war das unser schwierigster Gegner. Es war ein insgesamt tolles Spiel auf hohem Niveau."

Alles drin im Rückspiel, auch ohne Auswärtstor

Beide Teams zeigten sich nach dem Spiel zufrieden mit ihren Leistungen, auf Seiten der Regensburger haderte man allerdings mit den verpassten Gelegenheiten, einen Auswärtstreffer zu erzielen. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, leider hat es nicht geklappt mit dem Tor. Wir hatten zahlreiche Chancen, aber das Glück war heute nicht auf unserer Seite", meinte etwa Jahn-Torjäger Markus Ziereis, der selbst einen schweren Stand gegen die robuste VfL-Abwehr hatte: "Es war wirklich schwer für mich, weil wir mit vielen langen Bällen agiert haben. Natürlich ist es schwieriger als Stürmer, wenn die Anspielstation fehlt, aber ich denke, dass wir es gut gemacht haben."

Für seinen Trainer ging das Ergebnis trotzdem in Ordnung: "Wir können mit dem 1:0 leben, für uns ist noch alles drin", blickt Herrlich auf die Heimpartie am Sonntag. Und auch auf Wolfsburger Seite ist man sich bewusst, dass im Rückspiel noch einmal viel Arbeit nötig sein wird, um den Aufstieg in die 3. Liga perfekt zu machen: "Wir haben uns eine gute Basis geschaffen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wir müssen unsere Leistung von heute am Sonntag bestätigen, aber ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingt, denn wir haben sehr konzentriert, ruhig und zielstrebig agiert", glaubt der Sportliche Leiter der Jungwölfe Pablo Thiam, und Coach Ismael kündigt vor dem alles entscheidenden Saisonfinale an: "Wir wollen das Ergebnis nicht verwalten, sondern wieder mutig auftreten. Es wird ein enges Spiel, alles ist offen."

kon