Int. Fußball

Zwangsabstieg für Twente Enschede

Finanzielles Missmanagement durch KNVB bestraft

Zwangsabstieg für Twente Enschede

Twente

Künftig in Liga zwei: Twente Enschede. picture alliance

Klub mit 32 Millionen Euro verschuldet

Nachdem die Enscheder am 1. Mai vom KNVB geforderte Unterlagen eingereicht hatten - der Fußballverband forderte einen umfassenden Sanierungsplan - fand nun das Lizenzverfahren für den niederländischen Meister von 2010 ein Ende - mit drastischen Folgen: Wegen finanziellem Missmanagement muss der Verein aus der Eredivisie absteigen. Der Klub ist mit rund 32 Millionen Euro verschuldet und hat sich durch illegale Investitionen wiederholter und irreführender Misswirtschaft schuldig gemacht. Die "Tukkers" sind laut Vorstand "total überrumpelt" und erwägen nun rechtliche Schritte, um das Urteil anzufechten.

Zwangsabstieg eine Folge vorheriger Strafen

Das Urteil, das laut der Lizenzkommission des KNVB eine "zweite Chance" darstellt, hätte durchaus schlimmer ausfallen können, aber die "Anstrengungen der letzten Monate, um klar Schiff zu machen", wurden in der Urteilsfindung berücksichtigt. Im vergangenen Jahr wurde der Verein für die Dauer von drei Jahren mit einem Startverbot in allen internationalen Wettbewerben bestraft, im April wurden drei Strafpunkte auferlegt, nachdem sie schon seit 2014 unter verschärfter Aufsicht des niederländischen Verbandes standen.

In der Saison 2015/16 belegte der Klub, den unter anderem Hans Meyer (1996-1999) trainierte, mit 40 Punkten den 13. Tabellenplatz.

kon/dpa