Ein MSV-Spiel, das die komplette Saison widerspiegelt

Klotz: "Wir haben die Power für drei Endspiele"

Ilia Gruev

Die Reaktionen nach dem Ausgleichstreffer: Ilia Gruev (M) ballt die Faust. imago

Noch vor wenigen Wochen waren die Zebras abgeschlagen. Nicht auf einem direkten Abstiegsplatz hatte Duisburg einzig nach dem ersten Spieltag gestanden - am Sonntag sollte sich dies ändern: Der MSV erkämpfte sich in einer furiosen Schlussphase in Sandhausen ein wertvolles 2:2. Nico Klotz (80.) und Giorgi Chanturia (83.) egalisierten einen 0:2-Rückstand.

"Dieses vorletzte Saisonspiel spiegelt unsere komplette Saison wider", erklärte Trainer Ilia Gruev: "Meine Mannschaft lag hinten, ist zurückgekommen, hat auch aufgrund der Fanunterstützung das Letzte herausgeholt." Auch Torschütze Klotz lobte die Moral seiner Mannschaftskollegen: "Wir haben den Druck bisher überragend weggesteckt. Daran müssen wir anknüpfen."

Wir haben immer gesagt, dass wir bis zum Ende kämpfen und niemals aufgeben.

Ilia Gruev

Dass die Saison für den MSV noch ein negatives Ende nehmen könnte, wenn gegen Leipzig kein Dreier herausspringt, ist allen bewusst. Dennoch lebt die Hoffnung, den Relegationsplatz zu verteidigen und über den Umweg Würzburger Kickers die 2. Liga zu halten. "Wir haben immer gesagt, dass wir bis zum Ende kämpfen und niemals aufgeben. Das behalten wir bei", kündigte Gruev an. "Wir haben die Power, noch drei Endspiele gegen Leipzig und den Drittliga-Dritten Würzburg abzuliefern", sagte Klotz.

Stürmer Kingsley Onuegbu ist bewusst, dass das Spiel am nächsten Sonntag (LIVE! ab 15.30 Uhr bei kicker.de) "sicherlich kein Spaziergang" werden wird. Seine Hoffnung: "Dass Leipzig noch im Feiermodus ist." Die Sachsen stehen seit dem 33. Spieltag als direkter Aufsteiger in die Bundesliga fest. "Abschenken", warnt Onuegbu jedoch, "werden sie die Punkte aber sicherlich nicht."

tt/cfl

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