Cottbus: Wollitz' Extralob für Lück

Möhrles Jubel - "ansonsten fast schon peinlich"

Das Tor zum Klassenerhalt? Uwe Möhrle traf für Cottbus in Erfurt.

Das Tor zum Klassenerhalt? Uwe Möhrle traf für Cottbus in Erfurt. imago

Mit 41 Punkten steht der FC Energie knapp über dem ominösen Strich, darunter haben Werder Bremen II und Wehen Wiesbaden mit je 40 Zählern noch Hoffnung auf die Rettung. Die Resultate der Konkurrenz am 38. Spieltag - Werder spielt in Aalen, Wehen empfängt Absteiger VfB Stuttgart II - können den Cottbusern reichlich egal sein, sollten sie die Aufgabe gegen Mainz erfolgreich lösen.

Die geschlossene Leistung in Erfurt spricht für den FCE, die Heimbilanz (3/6/9, Letzter im 20er-Feld) dagegen. "Wir waren anfangs ein bisschen ängstlich, sind nicht so ins Spiel gekommen", urteilte Gästecoach Claus-Dieter Wollitz in der Pressekonferenz. Erst "über Standards" seien seine Akteure ins Spiel gekommen.

Möhrle bekommt die Diskussionen gar nicht mit

Matchwinner in Erfurt war Torschütze Uwe Möhrle. Der Routinier wuchtete das Spielgerät nach 34 Minuten ins Tornetz und startete den Jubellauf in Richtung Energie-Anhang. Dass es in seinem Rücken wegen einer Abseitsstellung von Richard Sukuta-Pasu zu Diskussionen um die Anerkennung des Treffers kam, bekam er gar nicht mit. "Ich war wohl so in Exstase, dass ich den Pfiff gar nicht gehört habe. Zum Glück fand der Treffer Anerkennung, ansonsten wäre mein ausgelassener Jubel fast schon peinlich gewesen", gestand der Abwehrmann.

Wollitz: "Bemerkenswert, wie sich Lück einbringt"

Trainer Claus-Dieter Wollitz hob aus seinem Team derweil Torhüter Daniel Lück heraus. Der Schlussmann behielt im Erfurter Steigerwaldstadion die "weiße Weste" und hielt den so wichtigen Dreier fest. "Er hat auch heute einen fantastischen Job gemacht", resümierte Wollitz und lobte die Souveränität Lücks im Hexenkessel von Erfurt. Lück habe "keinen Ball fallen oder prallen" gelassen und sich alle Flanken - auch in der hektischen Schlussphase - gesichert. "Er hatte hier nicht immer einen leichten Stand. Umso bemerkenswerter, wie er sich jetzt einbringt", so Wollitz, der Lück "eine herausragende Ausstrahlung, auch in der Kabine" bescheinigte.

aho