2. Bundesliga

Karl ohne Angebot vor dem Abschied

Kaiserslautern: 30-Jähriger nach Dresden?

Karl ohne Angebot vor dem Abschied

Markus Karl

Wird den FCK verlassen: Markus Karl. imago

Am Sonntagabend wurde in der SWR-Sendung Flutlicht ein bemerkenswerter O-Ton von Karl gesendet. "Aktuell ist es mir scheißegal", sagte der 30-Jährige mit einem gequälten Lächeln. Nach dem 4:1-Erfolg am vergangenen Freitag war er gefragt worden, wie er es denn bewerte, dass die Besetzung der Trainerposition für die kommende Saison beim FCK eventuell noch offen sei, obwohl der aktuelle Coach Konrad Fünfstück einen Vertrag bis Sommer 2017 besitzt. Als Karl bemerkte, was er da gesagt hatte, beeilte er sich, die Aussage zu relativieren: "Im Endeffekt ist es so, wenn ich sage scheißegal, meine ich, wir können es eh nicht beeinflussen."

Eigentlich nur ein Randnotiz, die aber auch ein Hinweis auf Karls eigene Zukunft in Lautern liefert, die er wohl genauso wenig selbst beeinflussen kann. Sein Vertrag, den er im Januar 2013 nach seinem Wechsel von Union Berlin mit dem FCK geschlossen hatte, läuft am Saisonende aus. Wie der kicker erfuhr, wurde ihm nun von Vereinsseite bereits vor der Partie in Frankfurt eröffnet, dass es kein neues Angebot für ihn geben werde. Wohl aus wirtschaftlichen Gründen. Gestern hat der neue FCK-Vorstand einen zu erwartenden Fehlbetrag in Millionenhöhe und Einsparungen beim künftigen Lizenzspieleretat angekündigt.

Trainersteckbrief Fünfstück

Fünfstück Konrad

1. FC Kaiserslautern - Vereinsdaten

Gründungsdatum

02.06.1900

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Abgang zum Ex-Coach?

Falls er in den beiden ausstehenden Spielen noch zum Einsatz kommt, würde Karls Zeit in der Pfalz also nach 99 Einsätzen für den Klub (bislang 7 Tore, 8 Assists) enden. Der Spieler selbst wäre dem Vernehmen nach gerne geblieben, was wiederum seine eingangs geschilderte, barsche Antwort erklären würde.

Nun heißt es für den defensiven Mittelfeldspieler einen neuen Arbeitgeber zu finden. Eine Spur führt dabei nach kicker-Informationen zu Dynamo Dresden. Beim Zweitliga-Aufsteiger steht Uwe Neuhaus an der Seitenlinie, der Karl seinerzeit bei Union Berlin trainierte. Es gab bereits Gespräche zwischen beiden Parteien, es scheint jedoch noch fraglich, ob die Dresdner Verantwortlichen restlos überzeugt von Karl sind und ob er darüber hinaus in den wirtschaftliche Rahmen passen würde.

Carsten Schröter