2. Bundesliga

Bochum knackt seinen Zweitliga-Zuschauerrekord

Verbeek hadert mit schwachem Zusammenspiel

Bochum knackt seinen Zweitliga-Zuschauerrekord

Pilgerten so zahlreich wie nie zuvor im Unterhaus ins Stadion: Die Fans des VfL Bochum.

Pilgerten so zahlreich wie nie zuvor im Unterhaus ins Stadion: Die Fans des VfL Bochum. picture alliance

Die ersten 45 Minuten in Berlin hatten kaum Höhepunkte. Für VfL-Coach Verbeek Grund, die Defensivarbeit zu loben. "Wir haben insgesamt eine gute Organisation gezeigt und gut verteidigt. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir das Spiel gut kontrolliert", so der Niederländer. Das Spiel mit dem Ball aber enttäuschte den 53-Jährigen: "Was mir nicht gefallen hat, war das Zusammenspiel. Wir haben unsere Möglichkeiten im Umschaltspiel nicht genutzt, der Ball war oft zu schnell wieder weg."

Dafür mitverantwortlich war auch Rückkehrer Terodde (2011 bis 2014 bei Union), der ebenfalls nicht überzeugen konnte (kicker-Note 4,5). Seine Analyse: "Ich denke, es war insgesamt ein ausgeglichenes Spiel. Union hatte eigentlich wenige Chancen, deshalb ist es bitter, dass man durch einen Standard verliert." Terodde schlug bei der Ursachenforschung in die gleiche Kerbe wie zuvor schon Verbeek. "Die Chancen, die wir hatten, müssen wir besser nutzen. Defensiv haben wir gut gestanden", so der 28-Jährige: "Wenn wir hier aber 1:0 gewinnen, heißt es am Ende, dass wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht haben."

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Cacutalua: "Ich denke, dass wir unsere Momente hatten"

Hätte mit seinem VfL aus Berlin gerne etwas mitgenommen: Innenverteidiger Malcolm Cacutalua.

Hätte mit seinem VfL aus Berlin gerne etwas mitgenommen: Innenverteidiger Malcolm Cacutalua. picture alliance

Auch Innenverteidiger Malcolm Cacutalua wollte nicht alles schlechtreden. "Ich denke trotzdem, dass wir unsere Momente hatten. Wenn wir das ein oder andere Mal die letzten zwei Pässe besser spielen, kriegen wir vielleicht noch mehr klare Chancen", lautete sein Ansatz für die letzten beiden verbleibenden Spiele. Damit wäre man schon beim Thema, denn am kommenden Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) steht für den VfL gegen Braunschweig das letzte Heimspiel der Saison an.

Wenn wir das ein oder andere Mal besser spielen, kriegen wir noch klarere Chancen.

Malcolm Cacutalua über das Offensivspiel des VfL

Dass die Bochumer die zweite Pleite in Serie kassieren, ist angesichts der Bilanz im Rewirpower-Stadion doch unwahrscheinlich. Sieben Partien gewann die Verbeek-Elf zu Hause, genauso oft trennte man sich unentschieden und nur zwei Begegnungen gingen verloren (Lautern, Leipzig). Ihren Anteil daran haben die Fans des VfL, die in dieser Spielzeit so zahlreich wie noch nie zuvor in der 2. Liga erschienen sind. Die bisherige Bestmarke in den bereits elf Zweitliga-Jahren lag bei durchschnittlich 17.189 Fans (Saison 1993/94). Aktuell aber liegt der Schnitt bei 17.660 Zuschauern, das Braunschweig-Spiel ist dabei noch gar nicht mit eingerechnet.

msc