Bundesliga

Nyland: Lobende Worte und wenig Einsätze

Zukunft des FCI-Torwarts ist offen

Nyland: Lobende Worte und wenig Einsätze

Örjan Nyland

Sammelte erst vier Einsätze in dieser Bundesliga-Saison: Örjan Nyland. imago

Nach dem 0:4 gegen Dortmund am zweiten Spieltag, dem 0:1 gegen Leverkusen zum Hinrundenschluss und dem 1:1 beim Hamburger SV am 23. Spieltag durfte sich Nyland immerhin über seinen ersten Punktgewinn vor eigenem Publikum freuen – und über den endgültig gesicherten Klassenerhalt. "Es war sehr schwer", erzählt er, "weil wir 70 Minuten in Unterzahl spielen mussten. Aber wir haben gut gekämpft, einen Punkt geholt und es jetzt geschafft."

Noch am Donnerstag hatte Ralph Hasenhüttl die Torhüterfrage offengelassen. Nyland oder Ramazan Özcan, "die beiden nehmen sich nicht viel", erklärte der Trainer auf der Pressekonferenz vor der Partie und kündigte lediglich an, Nyland werde noch in dieser Saison seine Einsätze bekommen. Den vierten also hat der 25-Jährige nun hinter sich, weitere könnten folgen. "Jetzt können wir ohne großen Druck in die letzten drei Begegnungen gehen", sagt der norwegische Nationaltorhüter, "aber wir wollen jedes Spiel gewinnen".

Selbst wenn Nyland auch in den restlichen drei Saisonspielen, in Hoffenheim, gegen den FC Bayern und in Leverkusen das Tor des FCI hüten dürfte: Zufrieden kann ihn der Verlauf dieser Saison nun wirklich nicht stellen.

"Örjan ist ein Topprofi"

Nachdem er vor Hinrundenbeginn das lange völlig offene Duell mit Özcan um den Platz zwischen den Pfosten knapp verloren hatte, konnte er auch im weiteren Saisonverlauf an dieser Hierarchie nicht rütteln. Zudem verpasste er mit der Nationalmannschaft in den Relegationsspielen gegen Ungarn die Europameisterschaft in Frankreich. "Es ist sicher anders gekommen, als er es sich erhofft hat", sagt Sportdirektor Thomas Linke, "aber er wusste von Anfang an, worauf er sich einlässt". Und trotz aller verständlichen Enttäuschung: "Örjan ist ein Topprofi, der sich voll reinhaut."

Bis 2019 läuft Nylands Vertrag beim FCI. Ob er ihn erfüllen wird, ist völlig offen – wie so vieles in diesen Tagen beim FC Ingolstadt .

Harald Kaiser