Personallage bei Bayern besser als vor den letzten CL-Halbfinals

Guardiolas Mantra: "Wir brauchen jeden Mann"

Pep Guardiola

Kann im Champions-League-Halbfinale diesmal fast auf seinen kompletten Kader bauen: Pep Guardiola. Getty Images

Schonung, Regeneration, Rotation war im Drei-Tage-Rhythmus seinerzeit fast nicht möglich, am Ende blieb die Deutsche Meisterschaft als einziger Titel. Insofern befindet er sich derzeit in einer komfortablen Situation. Sechs, höchstens sieben Pflichtspiele stehen noch an, fast alle Spieler sind fit.

Jagte bis in den Februar hinein eine Ausfallbotschaft die nächste, so haben die Bayern aktuell keine großen Verletzungsprobleme mehr. Nur Holger Badstuber wird in dieser Saison definitiv nicht mehr spielen können, bei Arjen Robben ist noch nicht klar, wann er wieder zur Verfügung steht.

In Berlin wechselte Guardiola auf sieben Positionen

Trotz zuletzt großer Personalrochaden siegt die Mannschaft, auch wenn sie dabei offensiv nicht so glänzt wie im Triplejahr 2013. In Berlin, beim letztlich mühelosen 2:0, wechselte der Trainer zum Beispiel gegenüber dem 2:0 im Pokal in Bremen auf sieben Positionen. Benatia, Tasci, Rafinha, Kimmich, Vidal, Thiago und Douglas Costa rotierten in die Elf, Lahm, Javi Martinez, Alaba, Juan Bernat, Xabi Alonso, Ribery und Coman pausierten ganz oder teilweise.

Das schont Kräfte, die gegen Atletico Madrid dringend gebraucht werden. "Es gibt viele, viele Punkte, auf die wir aufpassen müssen", warnt Xabi Alonso seine Mitspieler. Aus dem Derby mit Real gegen Atletico kennt er die heiße Stimmung im Estadio Calderon.

Bei Atletico mit Boateng? Unwahrscheinlich

Mit Jerome Boateng kehrt nun eine zusätzliche Alternative nun zurück. Ob Guardiola allerdings das Risiko eingeht, den Weltmeister nach drei Monaten Verletzungspause ohne Spielpraxis schon in Madrid zu bringen, darf eher bezweifelt werden. Spätestens am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach soll es aber soweit sein. "Jerome ist sehr wichtig. Wir haben weniger Verletzte als vor einem Jahr", sagt Javi Martinez, ehe noch der Satz folgt, den sie bei Bayern ständig wiederholen: "Wir brauchen alle."

Frank Linkesch