Bundesliga

DFB: Keine Ermittlungen gegen Vidal

Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters zählt

DFB: Keine Ermittlungen gegen Vidal

Janek Sternberg und Arturo Vidal

Fehlentscheidung ohne nachträgliche Konsequenzen: Bayerns Arturo Vidal hebt nach der Grätsche von Bremens Janek Sternberg ab. picture alliance

In der 70. Minute der Partie legte sich Vidal im Bremer Strafraum den Ball an Janek Sternberg vorbei. Der Werder-Verteidiger setzte zu einer Grätsche an, berührte Vidal aber nicht - was auf den TV-Bildern klar zu sehen war. Dennoch kam der Chilene zu Fall, Stieber zeigte auf den Punkt, den fälligen Strafstoß verwandelte Thomas Müller zum 2:0 für die Bayern (71.).

Stieler selbst gab nach der Partie seine Fehlentscheidung unumwunden zu: "Ich habe einen Kontakt gesehen, aber es war keiner. Es tut mir leid", sagte der Unparteiische. Trotz des Bekenntnisses des Referees muss Vidal keine Sanktionen befürchten.

Denn Stieler habe mit seinem Elfmeterpfiff nach der Schwalbe des Chilenen eine "nicht angreifbare Tatsachenentscheidung" getroffen, teilte der DFB am Mittwochmittag mit, die Einleitung eines sportgerichtlichen Ermittlungsverfahrens sei deshalb nicht möglich. "Der Schiedsrichter hat den Vorgang wahrgenommen und bewertet, so dass eine nachträgliche Verfahrenseinleitung durch den DFB-Kontrollausschuss aus Rechtsgründen ausgeschlossen ist", bestätigte ein DFB-Sprecher.

Kein Vergleich zur "Mutter aller Schwalben"

Zudem wies der DFB auch auf den Unterschied zum "Fall" Andreas Möller hin, der im Jahr 1995 wegen einer Schwalbe nachträglich bestraft wurde. Der damalige Dortmunder Möller war am 26. Spieltag der Saison 1994/95 gegen den Karlsruher SC (2:1) im Strafraum zu Fall gekommen, obwohl sein damals unmittelbarer Gegenspieler Dirk Schuster nicht einmal die Möglichkeit hatte, ihn zu berühren. Wegen seiner unfairen Aktion wurde Möller vom DFB nachträglich für zwei Partien gesperrt und zu einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Mark verurteilt.

Sternberg sei mit beiden Beinen voraus in Vidals Laufweg gegrätscht, so dass Vidal in der Laufbewegung "zurückziehen" musste. Bei Möller hingegen sei damals kein Gegenspieler in der Nähe gewesen, teilte der DFB mit.

jer/sid

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