Bundesliga

"Wenn man 30 Spieltage lang keine Helden hatte..."

Eintracht Frankfurts Präsident Fischer über die miese Stimmung

"Wenn man 30 Spieltage lang keine Helden hatte..."

Peter Fischer

Wird in Frankfurt von den Taxifahrern beschimpft: Eintracht-Präsident Peter Fischer. imago

Peter Fischer ist seit 2000 im Amt, er hat also schon einiges mitgemacht bei "seiner" Eintracht. Doch so ein drohender Abstieg, der geht dem 60-Jährigen trotz reichhaltiger Erfahrung immer noch nahe. Momentan traut er sich in Frankfurt kaum noch vor die Tür.

"Höchstens noch Zigaretten holen", verrät Fischer der Deutschen Presse-Agentur. "Der Automat spricht wenigstens nicht mit mir." Die Taxifahrer würden sich dagegen um ihn als Kunden reißen, "damit sie mich beschimpfen können", klagt er. "Es geht nur um die Eintracht, es herrscht nur schlechte Stimmung."

Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
78
2
Borussia Dortmund
71
3
Bayer 04 Leverkusen
51

Die Überzeugung, dass es am 34. Spieltag bei Werder Bremen zu einem Abstiegsendspiel kommt, "ist in mir drin", beteuert Fischer zwar. Doch dass Jan Age Fjörtoft zuletzt das Wunder von 1999 mit seinem entscheidenden Tor zum 5:1 gegen Kaiserslautern beschwor ("Jetzt ist Zeit für Helden!"), geht Fischer dann doch zu weit: "Zu Jan Age passt so eine Aussage ganz gut. Aber wenn man 30 Spieltage lang keine Helden hatte..."

jpe