Frankfurt: Zambrano fehlt am Samstag, Reinartz lange

Optimist Kovac will kein "Es geht nicht"

Saison-Aus: Stefan Reinartz steht der Eintracht wegen einer Sehnenverletzung in dieser Spielzeit nicht mehr zur Verfügung.

Saison-Aus: Stefan Reinartz steht der Eintracht wegen einer Sehnenverletzung in dieser Spielzeit nicht mehr zur Verfügung. picture alliance

Der Peruaner absolvierte am Donnerstag zwar erstmals fast das komplette Training, fühlt sich aber noch nicht sicher genug, um am Wochenende Bundesliga spielen zu können. "Ich hoffe, dass es nächste oder spätestens übernächste Woche wieder gut ist", sagt Kovac.

Zweimal geballte Erfahrung, die der Eintracht beim schweren Auswärtsspiel im Rheinland fehlen wird. Gerade angesichts der aktuellen Vakanz an Führungsspielern machen die Verletzungen die kommenden Aufgaben noch einmal deutlich kniffliger. "Ein Trainer verlässt sich in so einer Situation erster Linie auf ältere Spieler, aber jetzt müssen eben die jüngeren ihren Teil dazu beitragen, dass wir erfolgreich sind", fordert Kovac. Das gilt wohlgemerkt nur für die Leistung auf dem Platz: "In der Kabine müssen sie das noch nicht. Ich hätte gerne, dass die Älteren führen." Jemand wie Rückkehrer Marco Russ: "Ich erwarte viel von ihm, er muss vorweggehen und hinten seinen Mann stehen."

Bundesliga - 30. Spieltag
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
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2
Borussia Dortmund
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3
Bayer 04 Leverkusen
51
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Kovac Niko

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Reinartz Stefan

Spielersteckbrief Zambrano

Zambrano Carlos

Eintracht Frankfurt - Die letzten Spiele
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Kovac nimmt Stendera in Schutz

Kovac will damit auch einen entlasten, der in den schwierigen letzten Monaten trotz seines jungen Alters immer vorangegangen ist: Marc Stendera. "Er ist kein Führungsspieler, die Bürde muss man ihm nicht auf den Rücken kleben", sagt Kovac über den 20-Jährigen, der zuletzt bei der Heimniederlage gegen Hoffenheim mit einem fatalen Ballverlust die 0:2-Niederlage eingeleitet hatte. "Fehler gehören zum Sport", nimmt Kovac seinen Youngster in Schutz: "Er ist im Kopf so gut, dass er es bis morgen abgeschüttelt hat." Zumal in der entscheidenden Szene auch die Anspielstationen gefehlt hätten, ein ganzheitlicher Fehler also.

Kovac ist optimistisch, "nicht zweckoptimistisch"

Trotz des bitteren Rückschlags gegen den direkten Konkurrenten, der Ausfälle und der bedrohlichen Tabellensituation bleibt Kovac aber optimistisch, was den Klassenerhalt angeht - und zwar explizit "nicht zweckoptimistisch". Die Hoffnungen nähren sich allerdings vor allem aus der Tatsache, dass im Fußball alles möglich ist. "Warum soll das hier nicht klappen? Ich habe im Fußball zu viel erlebt, da gibt es genug Beispiele", sagt Kovac und weist auf ein aktuelles Beispiel: "Das Spiel zwischen Liverpool und Dortmund hat auf anderem Niveau gezeigt, wie sich so etwas drehen kann. Es gibt kein 'Es geht nicht'."

Patrick Kleinmann

Ein S04-Schreck und Tuchels Nummer 200