Bundesliga

Leipzig will Hasenhüttl: FCI sauer über RB-Vorgehen

Ingolstadts Trainer vermeidet Bekenntnis

Leipzig will Hasenhüttl: FCI sauer über RB-Vorgehen

Ralph Hasenhüttl mit Ralf Rangnick

Annäherung: Ingolstadts Trainer Ralph Hasenhüttl und Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick. imago

Es ist inzwischen mehr als ein Gerücht: RB Leipzig buhlt bei der Suche nach einem Trainer für die neue Saison um Ralph Hasenhüttl (48). Die Ingolstädter dürfen sich durchaus geschmeichelt fühlen, dass es ihr Trainer auf die knappe Kandidatenliste von Ralf Rangnick geschafft hat. Doch die vorrangige Gefühlsregung ist eine andere.

Dass die Leipziger auf Hasenhüttl zugingen, ohne seinen Arbeitgeber zu informieren, stößt den FCI sauer auf. Denn auch wenn er bisher ein klares Bekenntnis zu Ingolstadt vermieden hat: Der Österreicher hat noch einen Vertrag bis 2017.

Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
78
2
Borussia Dortmund
71
3
Bayer 04 Leverkusen
51
Trainersteckbrief Hasenhüttl

Hasenhüttl Ralph

Bedauerlicherweise ist es nicht das erste Mal, dass RB Leipzig hier Grenzen des Erlaubten und des Fairplays übertritt.

FCI-Geschäftsführer Harald Gärtner

Diesen habe er "in vollster Überzeugung unterschrieben", sagte Geschäftsführer Harald Gärtner am Mittwoch in einer offiziellen Stellungnahme. "Wir haben Verständnis, dass die erfolgreiche Saison unserer Mannschaft Begehrlichkeiten anderer Vereine weckt und sehen dies als große Wertschätzung für die Arbeit aller Schanzer. Jedoch halten wir sowohl den Zeitpunkt als auch die Art der Kontaktaufnahme für sehr unglücklich." Gärtner deutlich: "Bedauerlicherweise ist es nicht das erste Mal, dass RB Leipzig hier Grenzen des Erlaubten und des Fairplays übertritt."

Sportdirektor Thomas Linke betonte, dass Hasenhüttl in den Zukunftsplanungen eine "wichtige Rolle" spiele - und kritisierte Leipzig ebenfalls: "Wir erwarten, dass RB Leipzig, genau wie alle anderen Vereine, laufende Verträge unserer Spieler und Trainer respektiert."

Jackwerth: Hasenhüttl "wird Vertrag erfüllen - Aus, Ende"

FCI-Präsident Peter Jackwerth hatte schon zuvor mit einem deutlichen Statement reagiert: "Ralph hat einen Vertrag bei uns. Darüber gibt es keine Diskussion. Das ganze Trainerteam hat einen Vertrag bis 2017, teilweise sogar darüber hinaus. Alle werden ihre Verträge erfüllen. Aus. Ende", sagte er dem "Donaukurier". Doch was, wenn Hasenhüttl an die Klub-Oberen herantritt mit dem Wunsch, Ingolstadt schon ein Jahr vor dem Vertragsende verlassen zu dürfen?

Verwundert dürfte beim FCI niemand darüber sein, dass Hasenhüttl Begehrlichkeiten geweckt hat. 2013 hatte er als Trainer übernommen, zwei Jahre später folgte schon der Aufstieg in die Bundesliga - und dort ein souveränes Debütjahr. Ingolstadt hält sich mit unbequemem Fußball erfolgreich von den Abstiegsrängen fern, kann mit 39 Punkten nach 29 Spielen für ein zweites Jahr im Oberhaus planen.

jpe/hk