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MTM Audi R8 V10: Der schnellste Spiegel der Welt

Einzelstück mit über 800 PS

MTM Audi R8 V10: Der schnellste Spiegel der Welt

MTM Audi R8 V10 Biturbo

Glanzstück: Die Karosserie dieses R8 wurde zunächst entlackt und dann in über 700 Arbeitsstunden aufpoliert. MTM

Um diesen Racer ins Auge zu fassen, braucht es bei bestimmten Wetterlagen eine Sonnenbrille: Der spezielle Audi R8, den das bayerische Unternehmen "Motoren-Technik Mayer" (MTM) erschaffen hat, blendet seinen Betrachter mit einer Karosserie, die einem Spiegel gleicht. In einem speziellen Verfahren ist der Sportler zunächst komplett entlackt und dann in mühevoller Handarbeit poliert und poliert und poliert worden. Ein Unterfangen, das über 700 Arbeitsstunden in Anspruch genommen hat. Im Innenraum mussten die Kunststoffapplikationen Carbon weichen oder wurden mit einem Speziallack ebenfalls auf Hochglanz gebracht. Darüber hinaus versahen die Tuner ihr Glanzstück mit verbreiterten Schwellern, einem einstellbaren Heckspoiler und einem dicken Frontspoiler, ebenfalls alles aus Carbon.

Austoben auf der Rennstrecke

MTM Audi R8 V10

Auffällig: Vollleder-Ausstattung im Farbton "Magnolia Red". MTM

Um dem wohl schnellsten Spiegel der Welt auch strahlende Fahrleistungen anzuerziehen, spendierte man ihm den V10-Biturbo des R6 und steigerte dessen Leistung von 580 auf satte 802 PS. Dazu gibt es ein mächtiges Drehmoment von 892 Nm. Ein verstärktes Sechsganggetriebe, ein dreifach verstellbares Spezialfahrwerk, 20-Zoll-Schmiederäder und 380 mm große Bremsscheiben vervollständigen die hochleistungstaugliche Ausstattung. Zum Test ging es dann auf die Rennstrecke ins süditalienische Nardo, wo sich das glanzvolle Einzelstück richtig austoben durfte. In drei Sekunden pulverisiert der MTM-R8 die Tempo-100-Marke, binnen 9,37 sec sind 200 km/h erreicht, und nach 19,42 sec ist auch der Sturmlauf auf 300 km/h vollzogen. Erst bei 350 km/h erreicht der Supersportler das Ende seiner Möglichkeiten. Weil er über eine Straßenzulassung verfügt, darf er auch im zivilen Leben bewegt werden.

Allzu viel Asphalt dürfte der Super-Renner seit seiner Geburt im Jahr 2013 allerdings nicht unter die stattlichen Räder genommen haben. Im Verkaufsangebot auf einem Internetportal wurden als Laufleistung nicht mehr als 4.250 km angegeben. Das Gesamtpaket, so heißt es, repräsentiere "einen Wert von 500.000 Euro". Was aber nur die Untergrenze darstellen soll – letztlich entscheidet das Gebot.

ule