2. Bundesliga

Paderborn: Müllers negative Premiere

Nackenschlag für den SCP im Abstiegskampf

Paderborn: Müllers negative Premiere

Enttäuschung bei Bakalorz und Hoheneder

Enttäuscht: Paderborns Bakalorz (r.) und Hoheneder versuchen, die Niederlage in Braunschweig zu verarbeiten. imago

In der Anfangsphase bekamen die nach Braunschweig mitgereisten Fans des SC Paderborn einen couragierten Auftritt ihrer Mannschaft zu sehen: Nach nicht einmal zwei gespielten Minuten nutzte Süleyman Koc einen Ausrutscher von Braunschweigs Mirko Boland aus, legte mit gutem Auge für Moritz Stoppelkamp ab, der BTSV-Keeper Rafal Gikiewicz keine Chance ließ und zur Gästeführung traf. "Wir haben genauso angefangen, wie wir es uns vorgenommen haben", sagte der Torschütze nach dem Spiel dem Vereins-Kanal.

Was im weiteren Verlauf der Partie geschah, war weniger nach dem Geschmack des 29-Jährigen: Innerhalb von vier Minuten drehte Braunschweig das Spiel - Gerrit Holtmann traf nach einer knappen halben Stunde mit einem Schuss in den Knick, Jan Hochscheidt nickte kurz darauf nach einem Eckball zur Führung der Löwen ein. Von diesem Schock konnte sich der SCP nicht mehr erholen. "Sobald wir ein Negativerlebnis haben, wird es schwer für uns", resümierte Kapitän Marvin Bakalorz. "Wenn man so viele Nackenschläge bekommen hat wie wir in dieser Saison, wird es schwer, da rauszukommen."

Spielersteckbrief Stoppelkamp

Stoppelkamp Moritz

Spielersteckbrief Bakalorz

Bakalorz Marvin

Spielersteckbrief Koc

Koc Süleyman

2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
SC Freiburg
59
2
RB Leipzig
59
3
1. FC Nürnberg
56
Trainersteckbrief Müller (PB)

Müller (PB) René

SC Paderborn 07 - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.06.1985

Vereinsfarben

Blau-Schwarz

Sobald wir ein Negativerlebnis haben, wird es schwer für uns.

SCP-Kapitän Marvin Bakalorz

Paderborns Trainer Müller ärgerte sich über Schiedsrichter Günter Perl, der seiner Mannschaft einen fälligen Elfmeter verwehrte, nachdem Braunschweigs Torwart Gikiewicz Koc bei einer riskanten Klärungsaktion kurz vor der Pause einfach abgeräumt hatte. "Aber das war nicht der Grund für unsere Niederlage", sagte der 41-Jährige. Bei der Braunschweiger Ecke, die zum 1:2-Rückstand seines Teams führte, stimmte die Zuordnung nicht - ein altbekanntes Problem, kassierte der SCP doch sieben Tore nach Standards in den vergangenen neun Spielen. "Wir haben in den entscheidenden Situationen zu naiv verteidigt", ärgerte sich Stoppelkamp.

Enges Rennen im Abstiegskampf

Der SC Paderborn hat nach wie vor einen Punkt Rückstand auf Relegationsplatz 16, denn auch Konkurrent 1860, der diesen Rang derzeit innehat, verlor sein Spiel (1:3 in Karlsruhe). Sechs Begegnungen stehen noch aus - beim nächsten Spiel am Freitag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) gegen Union Berlin muss dringend ein Sieg her. Aufmunternde Worte kamen von Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht, der in der Pressekonferenz seine Hoffnung aussprach, "dass der SCP dieses wankende Schiff in das Gewässer bekommt, das sich alle in Paderborn wünschen."

js/kon