MSV Duisburg braucht gegen Heidenheim einen Sieg

Ratajczak: "Nicht nur punkten, auch gewinnen"

Michael Ratajczak

"Wir werden die Fans brauchen": MSV-Keeper Ratajczak baut im Abstiegskampf auf Unterstützung von den Rängen. imago

Die Ausgangslage für die sieben verbleibenden Saisonspiele des MSV Duisburg ist klar: "Jetzt müssen wir nicht nur punkten, sondern auch gewinnen", fordert Torwart Michael Ratajczak auf der Vereinswebsite. Die vergangenen vier Spiele hat der MSV nicht verloren, allerdings gab es drei Remis - zu wenig, um die ebenfalls verbesserte Konkurrenz aus Paderborn, Düsseldorf und München ernsthaft anzugreifen. Wenn der Klassenerhalt ein realistisches Ziel bleiben soll, muss dringend ein Heimsieg her, am besten schon am Freitag gegen den 1. FC Heidenheim.

MSV-Coach Gruev erwartet mit dem FCH einen defensivstarken, körperbetont auftretenden Gegner. "Sie stehen nicht umsonst auf Platz sechs. Frank Schmidt ist ein sehr erfahrener und guter Trainer. Vorne haben sie starke Spieler mit Schnatterer, Morabit, Leipertz, Thomalla und wie sie alle heißen." Aber seine Mannschaft habe im Vergleich zum Hinspiel, das Heidenheim durch einen späten Treffer mit 1:0 knapp für sich entschied, einen deutlichen Vorteil: "Wir sind diesmal auch in der Lage, in Führung zu gehen, das wird unser Leben ein bisschen leichter machen."

Dass Trainer, Spieler und Vereinsvertreter die Ruhe bewahren, zeichnet uns aus. Jeder weiß, dass der MSV bis zum Ende kämpft.

Duisburgs Coach Ilia Gruev

Der letzte Heimauftritt gegen Union Berlin macht den Zebras Mut: Nach 0:1-Rückstand konnte der MSV das Spiel noch drehen und mit 2:1 gewinnen. Daran will das Team nun anknüpfen - Ratajczak baut dabei auf die Unterstützung des Publikums: "Gegen Berlin konnten wir uns auf die Fans verlassen, die werden wir jetzt auch wieder brauchen." Beim Auswärtsspiel in Paderborn, wo trotz langer Überzahl nur ein 0:0 für die Zebras heraussprang , waren allerdings auch "Absteiger, Absteiger"-Rufe aus dem MSV-Block zu vernehmen.

"Die Fans haben uns immer sehr gut unterstützt", sagte Duisburgs Verteidiger Kevin Wolze im Interview mit der "Heidenheimer Zeitung". "Leider steht es heute im Fußball auch auf der Tagesordnung, dass man mal ausgepfiffen wird. Wir müssen aber versuchen, das auszublenden." Sein Trainer beschwört für den Saison-Endspurt den Zusammenhalt im Verein: "Dass Trainer, Spieler und Vereinsvertreter immer die Ruhe bewahren, das zeichnet uns aus. Jeder weiß, dass der MSV bis zum Ende kämpft."

Quartett wieder einsatzbereit

Gruev kann sich am Freitag auf gleich vier Rückkehrer freuen: Wolze und Rolf Feltscher sind nach abgesessener Gelbsperre wieder spielberechtigt, außerdem meldeten sich Simon Brandstetter und Enis Hajri nach überstandenen Verletzungen fit. Fraglich ist dagegen, ob James Holland (Oberschenkelprobleme) und Giorgi Chanturia (Erkältung) zum Einsatz kommen.

kon