Veilchen selbstbewusst - FCM will den Anschluss halten

"Auf der Zielgeraden": Aue gastiert in Magdeburg

Nicky Adler

Hat den Ball und einen möglichen Aufstieg im Fokus: FCE-Stürmer Nicky Adler. imago

Optimierungsbedarf gibt es im Fußball immer - unabhängig von der Tabellensituation. "Wir stellen uns da einfach nicht clever genug an", bemängelt Veilchen-Coach Pavel Dotchev etwa den Ertrag aus Freistößen. "Dabei haben wir richtig gute Schützen", weiß der 50-Jährige und verweist beispielhaft auf Mario Kvesic, der seinen Vertrag im Erzgebirge dieser Tage bis 2019 verlängerte .

Zwar zeigte sich die FCE-Offensive gegen Halle (4:0) und im Pokalduell in Dresden (3:0) abschlussstark, das letzte direkte Freistoßtor indes gelang Arvydas Novikovas im Dezember 2013. Auch das Verhalten bei defensiven Standards kann laut Dotchev noch verbessert werden. Gefährlich wurde es gegen die SG Dynamo immer dann, wenn die Veilchen Freistößen oder Ecken verteidigen mussten. Hier will der Coach ansetzen, zeigte sich aber insgesamt zufrieden mit der Generalprobe im Pokal.

Pokalspiel in Dresden als atmosphärische Einstimmung

"Es war auf alle Fälle gut, dass die Jungs in Dresden die Atmosphäre schnuppern konnten, in Magdeburg wird es nicht leiser werden. Von daher war es die optimale Vorbereitung auf die Partie", so Dotchev im Vorfeld des Ost-Duells vor ausverkauften Rängen. Auf der "nicht einfachen Zielgeraden der Saison" mahnt der FCE-Coach zur Gelassenheit: "Wir müssen nicht alles ändern, sondern ruhig und konzentriert bleiben - das ist positiver Druck." Personell kann er derzeit aus dem Vollen schöpfen.

"Wir sind gut drauf und haben in den letzten zwei Wochen viel Selbstvertrauen getankt", betont Nicky Adler: "Vor ausverkauftem Haus haben wir eine riesige Möglichkeit, uns Magdeburg vom Hals zu halten und vielleicht auf einen Ausrutscher von Osnabrück gegen momentan sehr starke Würzburger zu hoffen", so der 30-jährige Veilchen-Stürmer.

Auch FCM-Mittelfeldspieler Manuel Farrona Pulido freut sich auf eine großartige Kulisse vor über 21.000 Fans in der MDCC-Arena und betont: "Wir müssen Kampf und Leidenschaft zeigen, dann können wir jeden Gegner schlagen."

Kapitän Sowislo mahnt zur Demut

Verglichen mit Aue will man in Sachsen-Anhalt indes kleinere Brötchen backen. Die Aufstiegsränge sind abgehakt. Platz vier und die direkte Teilnahme am DFB-Pokal rücken in den Fokus. Von Schlechtwetter will man in der Landeshauptstadt nach Niederlagen in Cottbus (0:2) und gegen Kiel (0:1) trotzdem nichts wissen. "Von einer Krisensituation kann überhaupt keine Rede sein", beschwichtigt Präsident Peter Fechner, "die Mannschaft ist ja auch nicht etwa auseinandergebrochen sondern weiter voll motiviert". Ähnlich sieht es Marius Sowislo. "Man darf nie vergessen, woher man kommt und welche Ziele man erreichen möchte", unterstreicht der FCM-Kapitän den Status des Liganeulings.

Der Trainer der Hausherren lobt vor der Partie den "überragenden" gegnerischen Torhüter, will sich auf die eigene Standard-Stärke besinnen und ist "guten Mutes Aue einen heißen Tanz anbieten zu können". Da die Magdeburger in sieben Spielen zu Hause noch gegen vier derzeit besser positionierte Mannschaften antreten, ist die eine oder andere Überraschung - auch gegen Aue - nicht ausgeschlossen.

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