Nach Achtelfinale gegen Juventus Turin

Rummenigge will Setzliste: "Auslosung diskussionswürdig"

Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge

Fordert einen neuen Modus in der Königsklasse: Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge. Getty Images

Lange 120 Minuten und ein hartes Stück Arbeit liegen hinter dem FC Bayern, der Juventus Turin in einem dramatischen Achtelfinalrückspiel mit 4:2 nach Verlängerung niederrang. "Die Mannschaft hat vom Charakter her großartig gespielt", sagt Karl-Heinz Rummenigge, "aber wir brauchten auch eine Portion Glück, um da nochmals in das Spiel zurückzukommen." Der Vorstandsvorsitzende lobte die Moral seines Teams, das sich nach 0:2 zur Pause in eine Partie zurückkämpfte, die Juventus lange Zeit beherrschte.

Über 60 Minuten ließen die Italiener den FC Bayern nicht ins Spiel kommen, agierten taktisch enorm clever. Klar, Turin zählt zur europäischen Elite, "Juve hat vergangene Saison im Finale gespielt", sagt Rummenigge, der die hohe Qualität des Achtelfinalgegners anspricht. "Ich finde diese ganze Auslosung diskussionswürdig", so der Bayern-Boss, "wir hängen alle vom Schicksal ab." Das soll sich seiner Meinung nach ändern, schließlich leide die Qualität des Wettbewerbs unter der herkömmlichen Auslosung.

Es darf keine geschlossene Gesellschaft werden.

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Rummenigge: "Wenn ich die anderen Spiele anschaue, wie Atletico Madrid gegen Eindhoven oder Wolfsburg gegen Gent - das ist natürlich von der Qualität etwas ganz anderes als heute Juve, die nun aus der Champions League rausfliegen." Er fordert: "Das muss man bei der UEFA diskutieren."

Als Lösung schlägt der 60-Jährige "eine Setzliste wie im Tennis" vor. "Es gibt Rankings, auf die man zurückgreifen kann", erklärt Rummenigge. "Irgendwann muss das Schicksal das Schicksal bleiben, und nicht davon abhängig machen, ob man Glück hat bei der Auslosung."

An diesem Freitag um 12 Uhr (LIVE! bei kicker.de) werden in Nyon vorerst nochmals die Kugeln gerollt. Unter den acht Verbleibenden befinden sich neben den Bayern noch der Titelverteidiger FC Barcelona, Pep Guardiolas künftiger Klub Manchester City, Real Madrid, Paris St. Germain, Atletico Madrid, Benfica Lissabon und der VfL Wolfsburg. Ob das Schicksal für den FC Bayern den nächsten Brocken parat hält?

Georg Holzner

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