Bundesliga

Yatabaré erhält Trost von Kumpel Benatia

Ein Münchner stand dem Bremer nach dem Tod des Vaters bei

Yatabaré erhält Trost von Kumpel Benatia

Sambou Yatabaré

Kann sich auf die Familie und Freund Medhi Benatia verlassen: Sambou Yatabaré. imago

Seit Dienstag ist Yatabaré wieder in Bremen. Eine Woche hatte er in Mali verbracht, um an der Beisetzung seines Vaters teilzunehmen. "Es war nicht ganz einfach für mich", schildert Yatabaré die schweren Momente, die er zuletzt verkraften musste. Vor allem seine Mutter so traurig zu sehen, habe ihn arg mitgenommen. Doch der Werder-Spieler setzt bei der zu bewältigenden Trauerarbeit auf die Familie. "Wir sind zu zehnt", sagt der 27-Jährige und zielt neben sich und seiner Mama noch auf die acht Geschwister.

Nun ist der Profi, der auch im Kader für das Auswärtsspiel am Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) bei Bayern München steht, froh, sich wieder seinem Beruf widmen zu dürfen. Wenn er auf dem Platz steht, ist er abgelenkt von den privaten Sorgen. So sieht es auch Viktor Skripnik. Dieser sagte wie auch die Mannschaftskollegen dem Malier die volle Unterstützung zu: "Wir hoffen, dass es ihm bald besser geht."

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Skripnik Viktor

Yatabaré wünscht sich derweil, dass er am Samstag vom Anpfiff an auf dem Feld der Allianz-Arena steht. Berechtigte Hoffnungen, einen Platz in Skripniks Startelf zu bekommen, hat der Afrikaner - schließlich fallen mit den Gelb-Sündern Zlatko Junuzovic und Clemens Fritz zwei normalerweise gesetzte Mittelfeldleute aus.

In München feiert der im Winter aus Belgien an die Weser gekommene Nationalspieler ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten, der ihn in den schweren Stunden nach dem Tod seines Vaters Trost und Zuspruch gegeben hat. "Er war neben mir, als ich ihn brauchte", sagt der Bremer über einen Kollegen aus München.

Medhi Benatia, der Marokkaner im Bayern-Team, hatte ihn sofort angerufen und versucht, ihn nach dem Schicksalssachlag zu trösten. "Medhi ist ein guter Freund von mir", klärt der Werder-Profi auf. Die beiden Legionäre kennen und schätzen sich seit Jahren. Und dies kam so: Mit dem drei Jahre älteren Yatabaré-Bruder Mustapha, nun bei HSC Montpellier aktiv, spielte Benatia einst in Frankreich bei Clermont Foot zusammen. Sambou kam so in Kontakt zu dem Münchner. Das Trio verbrachte sogar Urlaube gemeinsam.

Hans-Günter Klemm