3. Liga

Magdeburgs Sowislo: "Träumen ist immer erlaubt"

FCM hat zwei Punkte Rückstand auf Platz drei

Magdeburgs Sowislo: "Träumen ist immer erlaubt"

Torjubel Christian Beck

Befreiung: Magdeburgs Christian Beck bejubelt seinen ersten Treffer des Jahres im Spiel gegen Rostock. imago

Für den FCM-Torjäger Christian Beck gab es beim 4:1-Erfolg seines Teams gegen Hansa Rostock große Erleichterung: Mit dem Hinterkopf erzielte er das 3:1 nach Freistoßflanke von Nico Hammann - der erste Treffer des Jahres und damit das Ende der Torflaute für den Stürmer, der am Donnerstag seinen 28. Geburtstag feiert. "Damit haben wir das abgehakt", sagte Trainer Jens Härtel dem MDR mit Blick auf die Presse, die "nun wieder von null anfangen kann, seine torlosen Minuten zu zählen".

Kurz vor Schluss hatte Beck die Möglichkeit, sogar einen Doppelpack zu schnüren, als sein Team einen Elfmeter zugesprochen bekam. Doch der Topscorer ließ seinen Kapitän Marius Sowislo vor, der sicher verwandelte. "Das zeigt, was für ein Charakter in dieser Mannschaft steckt. Jeder ist demütig und kann sich auch mal zurückstellen", lobte Härtel in der Pressekonferenz nach Abpfiff.

1. FC Magdeburg - Die letzten Spiele
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Spielersteckbrief Sowislo

Sowislo Marius

Spielersteckbrief Beck

Beck Christian

3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Dynamo Dresden
61
2
Erzgebirge Aue
51
3
VfL Osnabrück
47
1. FC Magdeburg - Vereinsdaten

Gründungsdatum

22.12.1965

Vereinsfarben

Blau-Weiß

Wir haben unser Saisonziel erreicht. Das hat uns niemand zugetraut, wir haben es geschafft.

Magdeburgs Trainer Jens Härtel

Der Sieg war auch eine klare Antwort auf die Unkenrufe, dem Aufsteiger gehe nach der Winterpause die Luft aus. Mit den drei Punkten ist der 1. FC Magdeburg wieder mitten im Aufstiegsrennen, der Tabellendritte Osnabrück liegt mit zwei Punkten Vorsprung in Schlagweite. Härtel spricht aber lieber vom Klassenerhalt, der seiner Mannschaft nun nicht mehr zu nehmen scheint: "Wir haben unser Saisonziel erreicht. Das hat uns niemand zugetraut, wir haben es geschafft."

Heimstärke ist der Magdeburger Trumpf

Dass das Team aus Sachsen-Anhalt so weit oben steht, hat es vor allem seiner Heimstärke zu verdanken: Nur einmal gab es eine Niederlage in der heimischen MDCC-Arena, nur Dynamo Dresden ist zu Hause besser. Die Kulisse in Magdeburg ist zweitligareif, das zeigte sich auch beim Ostduell gegen Hansa-Rostock, das vor über 20.000 Zuschauern ohne die befürchteten Krawalle über die Bühne ging . Und die Mannschaft? "Träumen ist immer erlaubt", sagte Sowislo. "Wer aufhört zu träumen, hat irgendwas falsch gemacht."

Doch von der 2. Bundesliga spricht niemand beim FCM. Härtel formuliert es so: "Wenn es am Ende zu mehr reicht, als wir uns vorgenommen haben, werden wir das auch mitnehmen." Unbestritten ist aber auch für ihn, dass sein Team eine starke Saison spielt. Der Trainer ist angetan von der Breite des Kaders: "Der Dampf innerhalb der Mannschaft ist groß, das ist eine gute Basis für mich, eine willige Mannschaft aufs Feld zu schicken." Als nächstes wartet das nächste Ostduell: Bei Energie Cottbus trifft Magdeburg auf einen abstiegsbedrohten Gegner, der Coach erwartet ein Kampfspiel, "in dem es heiß hergehen wird".

kon