Trotz gutem Auftritt nur Remis gegen Osnabrück

Münster hadert und träumt noch vom Aufstieg

Adriano Grimaldi

Guter Auftritt, aber kein Tor: Münsters Adriano Grimaldi war nach dem 0:0 im Derby enttäuscht. imago

Preußen-Stürmer Adriano Grimaldi war nach der Nullnummer gegen Osnabrück sichtlich geknickt. "Für mich war das ein verlorenes Spiel", sagte der 24-Jährige dem vereinseigenen Kanal nullsechs.tv. Grimaldi hatte sich zahlreiche Gelegenheiten erspielt, war aber immer wieder am stark parierenden VfL-Keeper Marvin Schwäbe gescheitert. "Wenn man unsere Chancen sieht, hätten wir eigentlich drei, vier, fünf Dinger machen müssen." Besonders in der ersten Hälfte kombinierten sich die Münsteraner immer wieder gut vor das Tor der Lila-Weißen, doch stets war der Osnabrücker Schlussmann nicht zu bezwingen.

Die erste Hälfte gegen Osnabrück war das Beste, was wir in dieser Saison gespielt haben.

Münsters Chris Philipps
Preußen Münster - Die letzten Spiele
Braunschweig (H)
1
:
1
Chemnitz (H)
3
:
3
Spielersteckbrief Amachaibou

Amachaibou Abdenour

Spielersteckbrief Pischorn

Pischorn Marco

Spielersteckbrief Grimaldi

Grimaldi Adriano

Spielersteckbrief Schwäbe

Schwäbe Marvin

Spielersteckbrief Philipps

Philipps Chris

Spielersteckbrief Schweers

Schweers Lion

3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Dynamo Dresden
61
2
Erzgebirge Aue
51
3
VfL Osnabrück
47

"Die erste Hälfte war das Beste, was wir in dieser Saison gespielt haben", befand Münsters Chris Philipps nach dem Spiel. Auch sein Trainer Steffen war angetan: "Wir werden immer konstanter in unseren Leistungen. Mit Spielaufbau und dem Attackieren war ich absolut zufrieden. Wir müssen weiter unsere Arbeit verbessern, dann wird man sehen, was dabei herauskommt." Immer wieder betonte man zuvor beim SCP, dass man den Aufstieg noch nicht abgeschrieben habe. Nun sind es sechs Punkte Rückstand auf den Drittplatzierten Erzrivalen VfL. "Osnabrück hat uns voraus, dass sie die dreckigen Spiele gewinnen und wir nicht", stellt Philipps fest. "Aber es sind noch neun Spiele, wir haben noch nicht aufgegeben."

Amachaibou spielte nicht - in der Taktikbesprechung eingenickt?

Tore gab es nicht beim westfälischen Derby - dafür aber brummende Schädel bei zwei Münsteraner Spielern: Die Verteidiger Lion Schweers und Marco Pischorn stießen im eigenen Strafraum schmerzhaft mit den Köpfen aneinander. Pischorn musste nach der Partie mit neun Stichen genäht werden, Schweers wurde mit Kopfschmerzen sicherheitshalber untersucht, es gab aber Entwarnung.

Für Spekulationen sorgte, dass Abdenour Amachaibou bei den Münsteranern überraschend nicht auf dem Platz stand. Der Linksaußen soll bei der Taktikbesprechung am Freitag "eingenickt sein", wie aus dem Umfeld der Mannschaft bestätigt wurde. Trainer Steffen wollte das nicht bestätigen, sondern kommentierte nur: "Abdi wirkte müde in dieser Woche, ich habe ihm eine Pause gegönnt."

kon / ah