Chance genutzt im Schalker Mittelfeld

Höjbjerg: Aufwind und ungewisse Zukunft

Pierre-Emile Höjbjerg

Zieht er das S04-Trikot am Saisonende wieder aus? Pierre-Emile Höjbjerg. imago

Während der Hinrunde wurde der junge Mittelfeldmann, im Sommer vom FC Bayern ausgeliehen, vorwiegend eingewechselt und konnte in den Kurzeinsätzen sein großes Talent kaum nachweisen. Nun rückte er durch die Verletzung von Leon Goretzka in die Startelf und machte seine Sache ausgezeichnet, nicht nur zuletzt beim 3:1-Sieg in Köln, wo er an den ersten beiden Schalker Toren beteiligt war (kicker-Note: 2).

"Wenn es in der Mannschaft läuft, dann ist es auch für jeden einzelnen Spieler leichter, sich zu zeigen", sagt Höjbjerg, der nur ganz bescheiden anmerkt, er sei froh, dass er der Mannschaft zuletzt ein wenig helfen konnte. Und er hilft natürlich auch sich selbst, nachdem er schon ein wenig in Vergessenheit geraten war. An der Seite von Johannes Geis ist er mittlerweile aufgeblüht im Schalker Mittelfeld.

Höjbjergs Zukunft nach der Saison noch offen

"Er macht das überzeugend", lobt Horst Heldt. "Zumal er ein sehr ehrgeiziger Spieler ist, der mit seiner Situation gehadert hat", berichtet der Schalker Sportchef. "Aber jetzt nutzt er seine Chance sehr gut." Wie es im Sommer weitergeht, wenn die Leihe des dänischen Nationalspielers endet, ist noch völlig offen. "Dazu sagen wir erst dann etwas, wenn die Zeit gekommen ist", stellt Höjbjerg nur zurückhaltend klar.

Im äußerst hochwertigen Ensemble des FC Bayern dürfte er keine Chance besitzen, nachdrücklich empfehlen für andere Vereine kann sich der 20-Jährige erst jetzt. Natürlich auch für einen weiteren Verbleib auf Schalke.

Oliver Bitter

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