Frauen-WM Spielbericht

19:41 - 42. Spielminute

Tor 0:1
Hanna Ljungberg

Schweden

20:02 - 46. Spielminute

Tor 1:1
Meinert

Deutschland

20:32 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Deutschland)
Müller
für Garefrekes
Deutschland

20:44 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Deutschland)
Künzer
für Wunderlich
Deutschland

21:00 - 98. Spielminute

Tor 2:1
Künzer

Deutschland

DEU

SCH

Frauen-WM

Künzer köpft Deutschland zum WM-Titel

Frauen-WM, Endspiel, Deutschland - Schweden 2:1 n.V. (1:1, 0:1)

Künzer köpft Deutschland zum WM-Titel

Der Augenblick des Triumphes: Bettina Wiegmann mit dem WM-Pokal.

Der Augenblick des Triumphes: Bettina Wiegmann mit dem WM-Pokal. Kicker

Deutschland: Rottenberg - Stegemann, Hingst, Minnert, Gottschlich - Garefrekes, Wiegmann, Lingor, Pia Wunderlich - Prinz, Meinert

Schweden: Jönsson - Marklund, Törnqvist, Westberg, Larsson - Andersson, Östberg, Moström, Sjöström - Ljungberg, Svensson

Eingewechselt: 46. Martina Müller für Garefrekes, 88. Künzer für Pia Wunderlich - 53. Sjögran für Andersson und Faderström für Sjöström, 76. Bengtsson für Larsson

Tore: 0:1 Ljungberg (42.), 1:1 Meinert (46.), 2:1 Künzer (98.)

Schiedsrichterin: Ionescu (Rumänien), Note 2,5, hätte nach Foul an Garefrekes Elfmeter für Deutschland geben können, hatte ansonsten keine Probleme mit dem fairen Spiel

Zuschauer: 26 137

Gelbe Karten: -

Spielnote: 2

Spielerin des Spiels: Nia Künzer


Die deutsche Trainerin Tina Theune-Meyer vertraute im Finale auf exakt jene Startelf, die im Halbfinale die USA mit 3:0 besiegte. Bei den Schwedinnen gab es gegenüber dem 2:1-Erfolg im Halbfinale über Kanada eine Änderung im Defensivbereich: Trainerin Marika Domanski Lyfors brachte für Bengtsson Larsson. Die junge Verteidigerin von Malmö FF sollte die Kreise von Kerstin Garefrekes stören.

Bei sommerlichen Temperaturen im Home Center von Carson merkte man beiden Teams den Respekt voreinander an. Beide Vierer-Abwehr-Reihen dominierten das Geschehen und ließen auf beiden Seiten kaum Torszenen zu.

Mit zunehmender Spieldauer kamen die Schwedinnen dann immer besser in die Partie. Die deutsche Elf konnte zu diesem Zeitpunkt nicht an die im bisherigen Turnierverlauf gezeigten Leistungen anknüpfen. Rekordnationalspielerin Bettina Wiegmann konnte im Mittelfeld keine Akzente setzen, die Stürmerinnen Prinz und Meinert waren aus diesem Grund meist auf sich alleine gestellt und gegen die kompakte Abwehr der Schwedinnen ohne Chance. Aggressivität und Laufbereitschaft – normalerweise Stärken der Schützlinge von DFB-Trainerin Theune-Meyer - fehlten, kaum ein Pass fand eine Abnehmerin.

Zwar boten auch die Skandinavierinnen keine berauschende Leistung, doch Victoria Svensson stellte die deutschen Verteidigerinnen des Öfteren vor große Probleme. Die Stockholmerin war es auch, die die Führung für Schweden vorbereitete. Mit einem genauen Pass in die Tiefe brachte sie Schwedens Startspielerin Ljungberg in Position. Die Angreiferin von Umea IK gewann das Laufduell gegen Ariane Hingst und schlenzte gekonnt mit rechts zum 1:0 ein. Keeperin Silke Rottenberg war ohne Abwehrchance.

In der Pause musste Theune-Meyer die richtigen Worte gefunden haben, denn die deutschen Frauen kamen wie verwandelt aus der Kabine. Deutlich eher wurden die Gegnerinnen nun angegriffen und gleich der erste Angriff war erfolgreich: Maren Meinert verwandelte nach nur 43 gespielten Sekunden eine Vorlage ihrer Sturmkollegin Birgit Prinz eiskalt zum Ausgleich.

In der Folgezeit präsentierte sich die DFB-Auswahl stark. Durch frühes Attackieren wurden den Schwedinnen der Schneid abgekauft, die Angriffe variabel über die Flügel vorgetragen. Schweden, das den Ausgleich erst verdauen musste, blieb durch Konter über die eminent gefährliche Svensson zwar stets gefährlich, doch die deutsche Elf bestimmte über weite Strecken die Partie.

Etliche Chancen ergaben sich für den fünfmaligen Europameister, die beste machte Schwedens Torfrau Jönsson zunichte, die einen Drehschuss von Meinert mit einem glänzenden Reflex an die Latte lenkte (74.).

Erst in der Schlussphase kamen die Nordeuropäerinnen wieder besser in die Partie und hatten sogar die Möglichkeit zum Siegtor. Doch zunächst verpasste Ljungberg (80.) das Ziel nur knapp, zwei Minuten später hielt Rottenberg das Remis bei einem strammen Schuss der schwedischen Stürmerin fest. So blieb es beim 1:1 und die Verlängerung musste die Entscheidung bringen.

Die Verlängerung sah zunächst wieder eine dominierende deutsche Elf. Und die eingewechselte Künzer entwickelte sich zur Matchwinnerin. Eine Freistoß-Flanke von Renate Lingor köpfte die Frankfurterin unhaltbar für Jönsson zum viel umjubelten Siegtreffer ins Netz.

Tore und Karten

0:1 Hanna Ljungberg (42')

1:1 Meinert (46')

2:1 Künzer (98')

Deutschland
Deutschland

Rottenberg - Hingst , Gottschlich , Stegemann , Minnert - Garefrekes , Wunderlich , Wiegmann , Lingor , Meinert - Prinz

Schiedsrichter-Team

Floarea Babadac

Spielinfo

Stadion

Stub Hub! Center

Zuschauer

26.137

Durch ein hart erkämpftes 2:1 nach Verlängerung wurde die deutsche Frauen-Nationalmannschaft erstmals Weltmeister. Wie schon im EM-Finale 2001 musste die Verlängerung die Entscheidung bringen. Die eingewechselte Nia Künzer köpfte das "Golden Goal".