KSC sucht die offensive Kreativität

Gulde: "Da verdiene ich lieber ein bisschen weniger"

Manuel Gulde

Fand die Reaktion mancher Fans nicht in Ordnung: KSC-Akteur Manuel Gulde. imago

"Auf die paar Hampelmänner habe ich keinen Bock", sagte Gulde dem SWR-Radio nach dem Abpfiff über die Fans auf der Haupttribüne, die den schwachen Auftritt des KSC mit Pfiffen bedacht hatten. "Da verdiene ich lieber ein bisschen weniger, sollen sie zuhause bleiben." Der Abwehrspieler entschuldigte sich später auf der Vereinswebsite über die Wortwahl, forderte aber die Karlsruher Anhänger zu mehr Unterstützung auf.

Die Stimmung beim Karlsruher SC ist gereizt, nach drei sieglosen Spielen steckt der Klub im Niemandsland der Tabelle fest. "Es fällt uns im Moment nicht leicht, den Gegner auseinander zu nehmen", sagte Trainer Markus Kauczinski in der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Paderborn. Gerade in einer solchen Situation sei es aber wichtig, dass die Fans dem Team Rückhalt gewährten. "Die spielen im eigenen Wohnzimmer und wünschen sich, dass sie in schlechten Phasen unterstützt werden."

Spielersteckbrief Stoll

Stoll Martin

Spielersteckbrief Gordon

Gordon Daniel

Spielersteckbrief Gulde

Gulde Manuel

Spielersteckbrief Torres

Torres Manuel

Spielersteckbrief Gouaida

Gouaida Mohamed

2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
RB Leipzig
53
2
SC Freiburg
50
3
1. FC Nürnberg
47

Es fällt uns im Moment nicht leicht, den Gegner auseinander zu nehmen.

Markus Kauczinski

Der KSC versprühte gegen Paderborn wenig Esprit im Spiel nach vorne, konnte sich nicht entscheidend in die Schnittstelle kombinieren. Kauczinski räumte ein, dass seiner Offensive die Durchschlagskraft fehlte: "Uns hat der letzte Punch, das letzte Durchsetzungsvermögen gefehlt, um aus einer halben Situation auch mal eine ganze zu machen." Auch Kauczinskis Umstellung auf zwei Spitzen brachte keine Torgefahr, so sprachen beide Trainer nach Spielende von einem leistungsgerechten Ergebnis.

Mohamed Gouaida

Der KSC und Mohamed Gouaida(l.) ließen gegen Paderborn die Durchschlagskraft vermissen. imago

Torres muss ersetzt werden

Am Freitagabend (18.30 Uhr, LIVE! auf kicker.de) will der KSC auswärts bei Fortuna Düsseldorf zurück in die Spur finden. Die abstiegsbedrohten Rheinländer dürften kein angenehmer Gegner werden, so Kauczinski vor der Abreise nach Düsseldorf: "Die Fortuna ist eine Mannschaft, die, ähnlich wie Paderborn, mit dem Rücken zur Wand steht." Diesmal, betont er, solle sein Team aber zeigen, dass es "besser Fußballspielen" kann. Verzichten muss der Trainer in Düsseldorf auf die verletzten Daniel Gordon (Muskelprobleme am Oberschenkel), und Martin Stoll (Adduktorenprobleme). Dazu kommt der Ausfall von Außenbahnspieler Manuel Torres, der sich im Spiel gegen Paderborn einen Muskelfaserriss zuzog und vier bis sechs Wochen ausfällt.

kon