Bundesliga

Modestes Wechselbad der Gefühle

Kölns Angreifer klagt über Kopfschmerzen

Modestes Wechselbad der Gefühle

Kölns Anthony Modeste (re.) und Marcel Risse

Torschütze und Vorbereiter: Kölns Anthony Modeste (re.) und Marcel Risse. Getty Images

In der 72. Minute traf Modeste per Kopf nach Zuspiel von Marcel Risse zum 1:1, was auch den Endstand bedeutete. Wenig später stand der Angreifer im Mittelpunkt einer unschönen Szene: Er wurde von Ingolstadts Bauer voll mit dem Fuß am Kopf, oberhalb des rechten Ohres, getroffen und sank mit einem großen Aufschrei zu Boden. "Das sah übel aus", sagte FC-Mittelfeldmann Yannick Gerhardt, fügte aber an: "Man kann ihm keinen Vorwurf machen, er steht mit dem Rücken zum Feld und will klären."

Modeste spielte nach diesem Zusammenprall weiter, brach dann aber kurz vor Schluss auf dem Feld zusammen und musste benommen vom Platz gebracht werden. Was genau Kölns bester Torjäger (elf Tore) hat, ist noch unklar. "Es geht ihm nicht so gut, er liegt in der Kabine. Er ist ansprechbar, aber macht nicht den frischesten Eindruck. Mehr kann ich im Moment nicht sagen", erklärte FC-Trainer Peter Stöger und ergänzte: "Es war unnötig so hinzugehen. Aber ich sage bei weitem nicht, dass es Vorsatz war."

Spielersteckbrief Modeste
Modeste

Modeste Anthony

Trainersteckbrief Stöger
Stöger

Stöger Peter

1. FC Köln - Vereinsdaten

Gründungsdatum

13.02.1948

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Spielbericht

So viel Zeit zur Erholung hat der Stürmer, der nach dem Spiel über Kopfschmerzen klagte, nicht, bereits am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) geht es mit dem Heimspiel gegen Schalke weiter. "Ich hoffe, dass es keine Gehirnerschütterung ist", sagte Gerhardt. "Er hat mit seinem Tor gezeigt, wie wichtig er für uns ist." Modeste wird heute Abend aber wie geplant mit den Mannschaftskollegen zurück nach Köln fliegen.

Stöger ist mit dem Punkt "nicht unzufrieden"

Anthony Modeste

Musste am Ende benommen vom Feld gebracht werden: Anthony Modeste. Getty Images

Mit im Gepäck nach Köln ist auch ein Punkt, mit dem Stöger "nicht unzufrieden" ist, wie er nach dem Spiel gegenüber Sky anmerkte. "Das passt schon", fuhr der FC-Coach fort. Besonders, dass sein Team nach dem Rückstand zurückgekommen ist, imponierte dem Österreicher. "Die Mannschaft - und deswegen steh' ich so auf diese Truppe - gibt nie auf. Sie kämpft immer so lange eine Chance da ist", freute sich der Trainer, räumte dann aber ein: "Wir haben nicht alles richtig gemacht, sonst hätten wir vielleicht drei Punkte mitnehmen können."

Doch immerhin haben die Rheinländer nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge gegen Hertha und Gladbach (beide 0:1) wieder gepunktet. Im Heimspiel gegen die Königsblauen wollen die Domstädter nun nachlegen und vor eigenem Publikum weiter etwas Zählbares mitnehmen. Und hoffentlich mit einem fitten Modeste, einem der Eckpfeiler im Spiel der Kölner.

mst/dab

Bilder zur Partie FC Ingolstadt 04 - 1. FC Köln