2. Bundesliga

Für drei Punkte will Kauczinski "alles riskieren"

Keine Geldstrafe für Torres - Gordon und Kempe wieder fit

Für drei Punkte will Kauczinski "alles riskieren"

Dennis Kempe

Will nach seiner Risswunde am Knie in Berlin wieder auf dem Platz stehen: Karlsruhes Dennis Kempe. picture alliance

Kauczinski erwartet in Berlin ein spannendes Spiel, denn die Eisernen stellen einerseits die drittbeste Offensive der Liga (wie RB Leipzig 36 Tore), sind andererseits aber in der Defensive auch recht anfällig (35 Gegentore). "Union hat eine kampfstarke und körperlich sehr starke Mannschaft mit schnellen, beweglichen Stürmern. Wir werden den Kampf annehmen und den Schlagabtausch suchen", gab der KSC-Coach am Donnerstag die Zielrichtung für die kommende Partie vor. Nach dem Unentschieden gegen Braunschweig (2:2) wollen die Badener wieder einen Dreier einfahren. "Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem ein Zähler nicht mehr reicht, sondern an dem wir wirklich gewinnen wollen. Dafür werden wir alles riskieren und alles geben", sagte Kauczinski.

KSC glaubt an Aufstiegschance

Da der KSC in der Rückrunde mit drei Siegen und zwei Unentschieden bislang noch ungeschlagen ist und auch Union Berlin sich in den letzten Spielen gut präsentierte, hofft Kauczinski auf "ein Spitzenspiel". Außerdem bescheinigte der Trainer den Badenern durchaus noch Chancen im Rennen um die Aufstiegsplätze. "Ausgeschlossen ist das nicht. Schwer ist es aber auch", räumte der Coach des Tabellenneunten ein. "Wir sind in der Rückrunde ungeschlagen. Warum sollen wir nicht dahin schauen?" Aktuell beträgt der Abstand des KSC zum Relegationsrang drei acht Punkte.

Karlsruher SC - Die letzten Spiele
FSV Frankfurt FSV Frankfurt (H)
3
:
1
Fürth Fürth (A)
1
:
2
Spielersteckbrief Stoll
Stoll

Stoll Martin

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Gordon

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Spielersteckbrief Kempe
Kempe

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Torres Manuel

Spielersteckbrief Sallahi
Sallahi

Sallahi Ylli

2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Leipzig RB Leipzig
50
2
Freiburg SC Freiburg
44
3
Nürnberg 1. FC Nürnberg
41

Gordon ersetzt verletzten Stoll

Am Freitag kann Kauczinski wieder auf die zuletzt verletzten Gordon und Kempe zurückgreifen. Gordon wird in Berlin für den verletzten Martin Stoll spielen und zusammen mit Manuel Gulde die Abwehrzentrale des KSC stellen. Stoll hat sich am Dienstag beim Training auf dem Kunstrasenplatz eine Zerrung zugezogen. "Wir hatten gehofft, dass er in Berlin dabei sein kann, aber das Risiko ist einfach zu groß. Das wollten wir nicht eingehen, zumal Gordi auf seinen Einsatz brennt", begründete Kauczinski den Wechsel in der Defensive. Auf der linken Abwehrseite wird Kempe für Ylli Sallahi spielen, der wegen einer Gelb-Rot-Sperre pausieren muss. "Dennis trainiert seit Mittwoch wieder. Die Narbe spannt etwas, aber es scheint zu gehen", sagte der KSC-Coach über Kempe, der zuletzt wegen einer Risswunde am Knie ausgefallen war. "Er wird auflaufen, weil ein Linksfuß auf dieser Position besser geeignet ist." Ob es in Berlin auch Änderungen im Mittelfeld geben wird, wusste Kauczinski am Donnerstag noch nicht: "In der Englischen Woche haben wir nur kurze Ruhephasen, so dass Wechsel möglich sind. Ob das jetzt bereits in Berlin greift, werden wir sehen."

Keine Geldstrafe: Torres kommt mit blauem Auge davon

Neuigkeiten gab es auch von Stürmer Manuel Torres, der gegen Braunschweig, ohne dass er eingeteilt gewesen war, den Strafstoß zum 2:2 geschossen hatte. Der 25-Jährige kommt aber mit einem blauen Auge davon. "Ich halte nichts von Geldstrafen. Man redet darüber unter Männern. Dann ist das ok", erklärte Kauczinski. Zudem nahm er auch die Mitspieler in die Pflicht, die sich den Ball erst gar nicht hätten wegnehmen lassen dürfen. "Bei aller Zuversicht und allem Mut, den er hatte, am Ende gibt es zwei Kriterien: einen guten Schuss und gute Nerven. Und da hat er noch Luft nach oben", stellte der KSC-Coach vor der Partie bei Union Berlin klar. "Ich weiß, wer nicht schießt. Auf keinen Fall Manuel Torres."

kon