Das nächste Eigengewächs auf dem Sprung zum Profi

FC-Talent Hartel debütiert im Fohlenstall

Marcel Hartel

Bekam vom Trainer ein Lob für sein Debüt: Marcel Hartel. imago

Mittelstürmer Philipp Hosiner musste eine knappe Viertelstunde länger auf seinen Einsatz warten. Der Österreicher durfte erst in der Schlussviertelstunde ran, da tat Marcel Hartel schon seit 13 Minuten alles dafür, die Niederlage im Derby noch abzuwenden. Hartels Debüt ist eine Belohnung für die positive Entwicklung die der 20-Jährige in dieser Saison genommen hat.

"Über die Außen war ein bisschen Schnelligkeit und auch Überraschungsmoment gefragt", begründete Stöger Hartels Einsatz. Dem Techniker, der für Deutschlands U-19-Auswahl spielte, wollte Kölns Trainer eine möglichst einfache Situation beim Profi-Debüt liefern. "Wir haben ihn in diesem Spiel rein geschickt mit dem Wissen, dass er befreit aufspielen sollte. Wir lagen hinten, also konnte er nicht viel falsch machen. Er hat es gut gemacht", lobte Stöger. Hartels Statistik aus 28 Minuten im Fohlenstall konnte sich jedenfalls sehen lassen: Zwölf seiner 14 Pässe (86 Prozent) kamen an, zudem entschied der offensive Mittelfeldspieler alle seine drei Zweikämpfe für sich.

Spielersteckbrief Hartel

Hartel Marcel

1. FC Köln - Vereinsdaten

Gründungsdatum

13.02.1948

Vereinsfarben

Rot-Weiß

1. FC Köln II - Vereinsdaten

Gründungsdatum

13.02.1948

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Bei dieser positiven Entwicklung winkt dem Talent ein Profivertrag. "Die Jungs sind gut unterwegs", urteilt Stöger bezüglich U-17-Nationalspieler Salih Özcan (18) und U-20-Nationalspieler Lukas Klünter (19) sowie Hartel, die regelmäßig oben mittrainieren, in der Regionalliga Spielpraxis sammeln und die nächsten FC-Eigengewächse sind, die nach Timo Horn, Yannick Gerhardt und Jonas Hector aus dem Kölner Unterbau daran arbeiten, ein fester Bestandteil des Profikaders zu werden.

An diesen möchte der FC auch die beiden ebenfalls aus dem eigenen Nachwuchs stammenden Horn-Vertreter Thomas Kessler (30) und Daniel Mesenhöler (20) über das Saisonende hinaus binden. Die aktuellen Verträge beider Torhüter, mit denen Gespräche laufen, enden im Sommer.

Stephan von Nocks