Der Wolfsburger zieht die Sechs mittlerweile der Zehn vor

Arnold: "Ich genieße jeden Schmerz, den ich habe"

Maximilian Arnold

"Vom Gefühl her bin ich 80": Maximilian Arnold. imago

90 Minuten in der Champions League in Gent (3:2), noch einmal über die fast volle Distanz am Samstag in Berlin. Das macht auch einen jungen Fußballer müde. "Vom Gefühl her bin ich 80", sagt Maximilian Arnold, der nach langer Verletzungspause direkt von null auf hundert beschleunigt. So anstrengend es ist, so sehr freut es das Wolfsburger Eigengewächs. "Ich genieße jeden Schmerz, den ich habe."

Und Dieter Hecking freut es, wieder auf Arnold zurückgreifen zu können. "Es ist außergewöhnlich, was er leistet", lobt der Trainer das starke Comeback des Mittelfeldspielers. Der hatte sich nach schwerem Start im Laufe der Hinrunde seinen Stammplatz in der Doppelsechs erobert, ist aber vorsichtig mit Lobeshymnen. "Ich bin froh, wenn sowas gesagt wird, weiß aber auch, dass es schon mal ganz anders aussah."

Mittlerweile sieht es so aus: Arnold hat sich eine Wichtigkeit für das Wolfsburger Spiel erarbeitet, die ihn beinahe unverzichtbar sein lässt. "Ich hoffe, dass es so ist", sagt der U-21-Nationalspieler. "Es hat ja auch ein paar Jahre gedauert." Seine Bundesligakarriere startete einst auf der Zehn, wo er auch am Samstag in Berlin zunächst wieder agierte. Mittlerweile haben sich jedoch auch die Präferenzen des Spielers geändert. Arnold: "Ich muss sagen, auf der Sechs habe ich im Moment mehr Spaß. Ich habe dort viel mehr Bälle, habe das Spiel vor mir, kann es lenken. Das ist schon geil." Erst einmal ist jedoch Regeneration angesagt. Bis Dienstag haben die VfL-Profis frei. "Ich habe mich zu Hause angemeldet", scherzt Arnold, "da lasse ich mir alles bringen, was möglich ist."

Thomas Hiete